Donnerstag, 19. November 2020
Achtjähriger Kater gequält und getötet

Vergangenen Freitag wurde in Immensee ein Kater auf brutale Art und Weise getötet. Die Besitzerfamilie ist verzweifelt und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Gleichzeitig möchte sie weitere Tierhalter sensibilisieren. Die Resonanz in den sozialen Medien ist gross.

cyz. Sie seien traurig, fassungslos und wütend, beschreiben Daniela und Patrik Meier aus Immensee ihre Gefühlslage. Am letzten Samstagmorgen fanden sie den achtjährigen Familienkater Leo tot vor ihrer Haustür. «Er sah gar nicht schön aus. Aufgrund der schweren Verletzungen sind wir davon ausgegangen, dass er unter ein Auto geraten ist und sich anschliessend noch nach Hause schleppte», erzählt Patrik Meier.

Kein Unfall, sondern Gewaltakt
Um Leo kremieren zu lassen, brachten Meiers ihren Kater in eine Tierarztpraxis in der Region. Später folgte nochmals ein Schock – der Tierarzt meldete sich nämlich mit einem eindeutigen Verdikt: Der Kater sei nicht an den Folgen eines Unfalls gestorben, sondern durch menschliche Gewalt. «Man teilte uns mit, dass Leos Verletzungen nicht von einem Verkehrsunfall stammen, sondern er schwerst misshandelt und verstümmelt worden sei», erklärt Patrik Meier gegenüber dem ‹FS›. Besonders aufwühlend für die Familie: Das Fehlen einer Blutspur legt den dringenden Verdacht nahe, dass der tote Kater bewusst vor dem Hauseingang platziert wurde. Über den Ort der Tötung kann nur gemutmasst werden. Wie die Familie jedoch weiss, erstreckte sich Leos Revier vom Wohnort im Hausmattquartier vorwiegend Richtung Kirche/Blumenweg. Zuletzt gesehen wurde der Kater am Freitagmittag, 13. November.

Wer hat etwas gesehen?
In der Hoffnung, Hinweise auf die unbekannte Täterschaft zu finden und diese zur Rechenschaft ziehen zu können, wandte sich Familie Meier via Facebook an die Öffentlichkeit. Der Post schlug hohe Wellen, die Küssnachter Facebook-Community reagierte betroffen. Bis Redaktionsschluss wurde der Beitrag über 1600-mal geteilt, viele Kommentarschreiber bekundeten der Familie ihr Mitgefühl: «Das grosse Echo hat uns überwältigt», sagen Meiers. Neben der Tätersuche geht es der Familie auch darum, die Bevölkerung und insbesondere andere Tierbesitzer zu sensibilisieren und mögliche weitere Fälle zu verhindern. Denn im Rahmen ihres Aufrufs seien ähnliche Vorkommnisse in der näheren Umgebung an sie herangetragen worden. Gestern haben Meiers Anzeige gegen Unbekannt erstattet, zudem wird ein schriftlicher Bericht des Tierarztes folgen.

Zeugenaufruf
Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei Schwyz, Hauptposten Küssnacht, unter Tel. 041 819 53 64 entgegen.