web01SabrinaMuller Donnerstag, 7. Januar 2021
Alles begann mit einem Training

Sabrina Müller spielt bereits ihr halbes Leben lang Eishockey. Die 22-Jährige durchlief beim KSC die Juniorenabteilung und spielt heute beim SC Reinach in der höchsten Schweizer Frauenliga. Dem KSC ist sie aber als U9- und U11-Trainerin treu geblieben.

lul. Bis Sabrina Müller elf Jahre alt war, hatte sie mit Eishockey nichts am Hut. Zwar ging sie mit ihrem Bruder regelmässig Eislaufen, die Küssnachterin spielte jedoch Fussball beim FCK. Erstmals mit dem Sport in Kontakt kam sie durch die Enkelin des KSC-Materialwarts, welche sie zum Eishockeyspielen animieren wollte. Und als sie an einem Mittwochnachmittag alleine beim Eislaufen war, wurde sie von ebendiesem Materialwart endgültig zum Eishockey gebracht: «Meine Mutter war zu spät, um mich abzuholen. Deshalb gab mir der Eismeister eine Hockey-Ausrüstung und sagte mir, ich solle auch ins Training der U11 des KSC gehen, bis meine Mutter komme», erzählt Sabrina Müller. Da sie noch Fussball spielte, sei ihre Mutter zuerst gegen das Eishockey gewesen. «Eishockey ist nicht gerade günstig und kein typischer Mädchensport. Als es mir im Training so gut gefiel, konnte sie aber nicht mehr nein sagen», sagt Müller mit einem Lachen. Das Eishockey gefalle ihr, weil es ein Teamsport sei und schneller als Fussball. Heute spielt sie für den SC Reinach in der höchsten Schweizer Frauenliga und ist Trainerin beim KSC.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus
Doch nicht nur für den KSC und den SC Reinach durfte Müller bereits auflaufen, sondern auch für die Schweizer Nachwuchs-Nationalmannschaft. «Zu Beginn war es ziemlich komisch. Als ich erst zwei Saisons spielte, bekam ich plötzlich ein Aufgebot für die U15-Mannschaft. Ich wusste damals gar nicht, dass es diese Stufe bei den Frauen gibt.» Nachdem es im ersten Anlauf nicht klappte, konnte Sabrina Müller im zweiten U15-Jahr alle Turniere bestreiten. «Ich war schon stolz, dass ich es in die Auswahl schaffte. Geprägt hat mich, dass mir der Trainer am letzten dieser Turniere sagte, dass ich mit Eishockeyspielen aufhören könne und ich es nie zu etwas bringen werde, weil ich zu spät mit dem Sport begonnen hätte.»

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