Donnerstag, 25. März 2021
Bezirksschulen verzichten auf Massentests

Am Donnerstagmorgen verkündete der Schwyzer Regierungsrat, er genehmige eine breite Umsetzung des repetitiven Testens in Gesundheitsinstitutionen, Betrieben und Schulen. Er überlässt es damit unter anderem den Schulträgern, ob sie solche Massentests durchführen wollen. Bei den Küssnachter Bezirksschulen fiel der Entscheid schnell: Sie verzichten vorerst darauf.

fab. Der Bundesrat möchte bekanntlich die Lockerung der Corona-Massnahmen mit einer breiten Test-Offensive begleiten. Von einer regelmässigen Testung symptomloser Personen erhofft er sich, lokale Infektionsherde frühzeitig identifizieren und -ausbrüche eindämmen zu können. Für die Umsetzung der Test-Offensive sind die Kantone verantwortlich.

Nach der Durchführung eines entsprechenden Pilotprojekts entschied sich der Schwyzer Regierungsrat, die Teststrategie des Bundes mitzutragen. Er setzt dabei auf eine sogenannt doppelte Freiwilligkeit. So ist die Teilnahme einerseits für die Gesundheitsinstitutionen, Betriebe und Schulen freiwillig, andererseits auch für die Mitarbeitenden respektive Schüler.

Augenmass statt Massentests
Die Küssnachter Bezirksschulen reagierten innert weniger Stunden auf den Regierungsentscheid. Während sie die Freiwilligkeit für die Schüler begrüssen, finden sie es «unverständlich», dass der Entscheid zur Testung an den Schulen den Schulträgern überlassen wird. Sie verzichten deshalb vorerst auf die Testungen. Zum Wohle der Schüler, Eltern und Mitarbeitenden wolle man der Situation mit Augenmass begegnen, schreiben die Bezirksschulen in einer Medienmitteilung. Sie erinnern daran, die Mitarbeitenden würden durch die Testungen und den administrativen Aufwand «einmal mehr sehr gefordert sein».

Die Bezirksschulen sträuben sich allerdings nicht grundsätzlich gegen Testungen: Sollte sie der Kanton dazu verpflichten, würden sie diese umsetzen. Auch zögen sie eine Testung «in Erwägung», sollten sich die Corona-Fallzahlen negativ entwickeln, teilen die Bezirksschulen mit.