web25Luterbach1 Mittwoch, 31. März 2021
Kick-off zur Luterbach-Abstimmung

Eine reich befrachtete Bezirksgemeinde erwartet die Küssnachter Stimmbürger am 12. April. Gleich für vier Geschäfte ist es ein Stimmungstest vor dem Urnengang. Finanziell gesehen der grösste Brocken ist die Sanierung der Sportanlage Luterbach.

fab. Am 13. Juni finden auf Bezirksebene die nächsten Abstimmungen statt. Diesmal sind es gleich vier an der Zahl – und damit ausserordentlich viele. An der Bezirksgemeinde vom 12. April wird das Quartett bloss vorberaten, entschieden wird an der Urne. Konkret geht es um eine Ausgabenbewilligung von knapp 12 Mio. Franken für die Erneuerung der Sportanlage Luterbach, eine Ausgabenbewilligung von rund 700 000 Franken für die Renaturierung des Dorf- und des Giessenbachs, die Pluralinitiative ‹Lebenswertes Dorfzentrum Küssnacht› und die Übernahme der Zwimattstrasse ins Bezirkseigentum.

Bekanntes und Neues
Sowohl die Sanierung der Sportanlage, als auch die Pluralinitiative zur Zentrumsgestaltung sind keine Unbekannten in der politischen Agenda des Bezirks. Erstere ist seit Längerem in Planung, letztere versuchte sich der Bezirksrat vergeblich vom Leib zu schaffen. Er befürchtet erhebliche Komplikationen und Verzögerungen der Zentrumsgestaltung, sollte die Pluralinitiative an der Urne eine Mehrheit finden. Neulich sprach sich auch der Vorstand der Meisterzunft dagegen aus. Die Debatte an der Bezirksgemeinde dürfte über die Stimmungslage im Volk Aufschluss geben, bevor der eigentliche Abstimmungskampf beginnt.
Neu dürfte für viele Bürger derweil sein, was der Bezirk beim Pumphüüsli und auf der Lindenhofwiese plant: Er will den Dorf- und den Giessenbach aus ihrem Korsett befreien, an die Oberfläche holen und renaturieren. Der Bezirksrat verspricht sich davon nicht nur einen Mehrwert für die Natur, sondern auch für die Bevölkerung.

Abwassertopf mit Schlagseite
Für eine millionenschwere Überraschung wird an der Bezirksgemeinde Säckelmeister Peter Küng sorgen. Seine Jahresbilanz fällt nämlich deutlich positiver aus als erwartet: Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,9 Mio. Franken ab. Budgetiert hatte Küng einen Verlust von 5,6 Mio. Franken. Neben der Rechnung legt Küng vier Nach- respektive Nachtragskredite zur Genehmigung vor. Ausserdem präsentiert er die Schlussabrechnung für den Erwerb der Liegenschaft Untere Schürmatt.
Weniger rosig fällt indes Küngs Blick auf die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung aus. Jahr für Jahr verzeichnet sie ein Defizit, zuletzt im Umfang von rund 316 000 Franken. In Küngs Augen ist es deshalb höchste Zeit, um die Spezialfinanzierung mittels einer Erhöhung des Sockelbeitrags schrittweise wieder ins Lot zu bringen. Die entsprechende Abstimmung erfolgt nicht an der Urne, sondern an der Bezirksgemeinde.

Mehr zu den Geschäften, die für die kommende Bezirksgemeinde traktandiert sind, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.