38insekten WEBDonnerstag, 11. Mai 2017
Insekten: Auch in lokalen Restaurants?

Was in asiatischen Ländern gang und gäbe ist, erlaubt seit dem 1. Mai auch das Schweizer Gesetz. Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken werden lokale Gastronomen aber keine servieren – mit einer Ausnahme.

su. «Nein, nein, nein»: So lautet das deutliche Ergebnis der FS-Umfrage. Hiesige Gastronomen können sich weder vorstellen, essbare Insekten anzubieten noch dass sie ihre Gäste gluschten würden.

«Das reizt mich überhaupt nicht», sagt etwa Gille Grienenberger vom Eichli. Edith Schlömmer bläst ins gleiche Horn: Auf der Frohsinn-Speisekarte werden keine Insekten landen. «Gar kein Thema» ist es auch bei Nino Viola vom Da Nino, obwohl sich essbare Insekten in Italien schon sehr gut verkauften.

«So schlecht sind sie nicht», bestätigt Beni Musshafen, der selber schon mal Heuschrecken probierte. Weder auf seiner noch auf der Menükarte des Adlers wird man die Tierchen künftig finden. Als «einmaligen Gag» anbieten möchte sie Dani Windlin aber schon – allein schon um den «Gwunder» seiner Gäste zu stillen.

Spannend an den Insekten sei für ihn, dass sie viele Proteine enthalten und «in Zukunft als Fleischersatz» dienen könnten. Aktuell aber verzichtet Windlin, wie auch die anderen Befragten, lieber auf die exotischen Tierchen.

Den Selbstversuch unserer Mitarbeiterin Marlis Jungo lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.