38krowski WEBFreitag, 12. Mai 2017
Er rockte Küssnacht als Allererster

Max Krowksi wuchs mit der Musik von Jimi Hendrix, Status Quo, Deep Purple und Led Zeppelin auf – und sorgt bis heute dafür, dass auch alle anderen den Rock lieben. Ein Porträt über den 59-jährigen Altrocker, der noch lange nicht ans Aufhören denkt.

su. Zweimal im Jahr trifft man Max Kroswki ganz bestimmt in seinem Heimatdorf an: Am Klaustag, selbstverständlich, und auf der Bühne des Widder-Saals. Zum achten Mal trat der 59-Jährige am Freitag im Rahmen der Konzert-reihe Live im Widder auf. «Ein Heimspiel», wie Krowski vor seinem Auftritt schwärmt, bei dem er altbekannte Gesichter im Publikum entdecken wird.

Seine treusten Fans begleiten ihn seit Jugendzeiten – genauer seit dem 23. Februar 1974. Ein Datum, das sich Krowski aus zwei Gründen merken kann. Dann nämlich, am Geburtstag seiner Schwester, gab der damals 16-Jährige sein erstes Rockkonzert im Singsaal Seematt. Black Sheep hiess die Band, die er mit Freunden gegründet hatte und die bei ihrem zweiten Auftritt bereits die Seematt-Turnhalle füllte.

«Lange Haare und laute Musik», begründet der Altrocker seinen Publikumserfolg, «fand man damals nirgends sonst.» In den Folgejahren machte Krowski die halbe Innerschweiz mit selbstgeschriebenen und gecoverten Rocksongs bekannt – und mit 25 sein Hobby zum Beruf.

Vom Hobby zum Beruf – und zurück
In den 80er-Jahren verdiente sich der Sänger und Gitarrist seinen Lebensunterhalt als Musiker und trat in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland auf. In Dancings, wo Musik nicht ab Band sondern live gespielt wurde – und zwar nach Wünschen des Publikums.

«Mein Horror-Song», erinnert sich der 59-Jährige, «war I just called to say i love you von Stevie Wonder. Als der rauskam, wurde er sicher zehnmal pro Abend gewünscht» – und das, obwohl die Band 150 Hitparadenstürmer und Evergreens im Angebot gehabt hätte.

Missen möchte er seine Zeit als Berufsmusiker trotzdem nicht. «Ich lernte viel und hatte grossen Spass», sagt Krowski im Rückblick. Hätten die Dancings nicht damit angefangen, «einem Quartett nur noch eine Duo-Gage zu zahlen», würde der passionierte Musiker wohl heute noch von Bühne zu Bühne tingeln. Stattdessen kehrte der gelernte Maschinenmechaniker nach zehn Tour-Jahren in die Werkstatt zurück – und frönt seiner Leidenschaft seither in seiner Freizeit.

Er wird noch lange auftreten
Jedes zweite Wochenende absolviert Krowski einen Auftritt, mit ungebrochenem Elan und voller Inbrunst. Für den Rock werde man nie zu alt, sagt der 59-Jährige und verweist auf die Rolling Stones, die «ja auch auf der Bühne sterben werden.» Auch er werde sicher «vorher aufhören zu arbeiten als Musik zu machen» – und auch noch als Pensionär die Hits seiner Jugendhelden spielen.