Freitag, 16. Juni 2017
Erste grosse Übung im SUK-Tunnel

Um im Ernstfall bereit zu sein, führte die Stützpunkt Feuerwehr Küssnacht am letzten Donnerstag im Südumfahrungstunnel eine Übung mit rund 50 Feuerwehrleuten durch. Nochmals zirka 15 Rettungskräfte vom Rettungsdienst und des SEE (Sanitätsdienstliches-Ersteinsatz-Element) standen im Einsatz.

bro. «Jetzt ist das Risiko, dass Unfälle passieren höher, als wenn der Tunnel fertiggestellt ist», erklärt Übungsleiter Stefan Meier den Grund für das Szenario. Bei den Bauarbeiten am Tunnelkopf, wobei Spritzbeton aufgetragen wird, ist ein Armierungsgitter von der Decke auf den Arbeitskorb der Spritzmaschine gestürzt. Dabei wurde eine Hydraulikleitung zerrissen. Das austretende Öl spritzte auf den Motorblock und es entwickelte sich atemreizender Rauch. Da die Tunneldecke nicht mehr gesichert war, brachen Erdreich und Steine in den Tunnel ein und rissen zusätzlich einen Stahlträger mit. Zu allem Übel fiel auch noch das Licht aus. Insgesamt mussten die Rettungskräfte sieben Personen aus teils prekären Lagen befreien.

Szenario gut vorbereitet
Für die Stützpunkt Feuerwehr Küssnacht ist der Einsatz im Tunnel eine neue Erfahrung. Um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, besprachen die Übungsleiter mögliche Szenarien mit den Verantwortlichen des Tunnelbaus. «Falls notwendig werden wir noch weitere Übungen im Tunnel durchführen, aber derzeit sind keine anderen Szenarien geplant», so Stefan Meier. Die Mineure wurden in die Übung miteingebunden und spielten die Patienten. Die Rettungskräfte mussten unter Atemschutz zuerst den 155 Meter langen Anmarsch in den Tunnel bewältigen um die verunfallten Mineure zu bergen.

Rettungseinsatz erfüllt
Mehrere Beobachter überwachten die Übung. Im Einsatz standen rund 50 Feuerwehrleute sowie 15 Personen vom Rettungsdienst und dem Sanitätsdienstlichen-Ersteinsatz-Element (SEE).
Am Ende des rund zweistündigen Übungseinsatzes wurde ein Fazit gezogen. «Wir sind sehr zufrieden. Die Übung ist unfallfrei abgelaufen  und das ist die Hauptsache», so Stefan Meier. Es habe sich gezeigt dass das Notfallkonzept richtig sei und den Tatsachen entspreche. Die Stützpunkt Feuerwehr Küssnacht sei für einen hoffentlich nie eintreffenden Notfall gerüstet. Und zum Schluss: «Die Übungsleitung möchte sich explizit nochmals bei allen herzlich bedanken.»