57einbahn bahnhofstrasse2 WEBDienstag, 18. Juli 2017
Einbahnverkehr nimmt kein Ende

Das einspurige Verkehrsregime in der Bahnhofstrasse war einst für zehn Monate vorgesehen. Auch nach mittlerweile zweieinhalb Jahren ist eine Normalisierung nicht in Sicht.

fab. Seit März 2015 wird der Verkehr auf der Geissacher- und einem Teil der Bahnhofstrasse einspurig geführt. Der vom Baer-Kreisel kommende Stossverkehr stockt regelmässig. Grund für diese Verkehrsführung ist die Überbauung an der Bahnhofstrasse. Das oberste Gebäude wird bereits bewohnt, beim mittleren Wohn- und Geschäftshaus wurden unlängst die Gerüste abgebaut.

Ursprünglich war vorgesehen, dass das Einbahnregime bis Ende Januar 2016 dauert, also rund zehn Monate. Daraus sind mittlerweile fast zweieinhalb Jahre geworden, ohne dass die Anwohner oder die Bevölkerung jemals über eine Verlängerung des Verkehrsregimes informiert worden wären.

Wer an der Geissacherstrasse – einst eine Nebenstrasse – wohnt, hat seither ungefragt eine Hauptstrasse mit den entsprechenden Emissionen hinter dem Haus. Eine entsprechende Information, dass eine Auflösung des Verkehrsregimes noch nicht absehbar sei, «wäre sicher angebracht gewesen», räumt Erwin Duss vom Ressort Infrastruktur des Bezirks Küssnacht auf Anfrage des FS ein.

Erst nach Sanierung zweispurig
Dass wegen einer Baustelle in dieser Dimension eine Strasse während zweieinhalb Jahren teilgesperrt wird, ist recht ungewöhnlich. Weshalb wurde denn die herkömmliche, zweispurige Verkehrsführung nicht längst wieder hergestellt?

«Aufgrund von Setzungen, die im Zusammenhang mit der Realisierung der Neubauten entstanden sind, und den daraus entstandenen Schäden an den Werkleitungen kann dieser Teilabschnitt der Bahnhofstrasse ohne ganzheitliche Sanierung der betroffenen Werkleitungen und des Strassenkörpers nicht wieder für die beidseitige Befahrbarkeit freigegeben werden», antwortet Erwin Duss. Er bezieht sich dabei auf die Schäden, die beim Entfernen der Spundwände vor gut einem Jahr entstanden sind.

Duss zufolge müssen nun zuerst die Umgebungsarbeiten bei den Neubauten abgeschlossen werden. Danach ist ein Geologe an der Reihe. Aufgrund seiner Beurteilung wird dann die Sanierung projektiert. «Bis wann die temporäre Verkehrsführung aufgehoben werden kann, hängt von der Stellungnahme des Geologen ab», sagt Erwin Duss.

Den Schaden an Strasse und Werkleitungen hätten die Verursacher ihrer Versicherung gemeldet, versichert er. Der zuständige Schadeninspektor sei beim Sanierungsprojekt ebenfalls involviert.