Montag, 7. August 2017
Munsy trifft im Küssnachter Duell

FC Luzern gegen GC ist auch ein Küssnachter Duell. Während Ridge Munsy bei den Grasshoppers um jede Einsatzminute kämpft, ist Hekuran Kryeziu beim FC Luzern stets gesetzt. Am Sonntag trennten sich die beiden 2:2, doch Munsy hatte deutlich mehr Grund zum Lachen.

fab. Ridge Munsys Einsatzzeit bei den Zürcher Grasshoppers ist in den letzten Monaten arg geschrumpft. In den ersten beiden Spielen der neuen Saison kam er gerade mal auf 22 Minuten. In der Meisterschaft hat er seit dem 16. Oktober nicht mehr getroffen. Torlos blieb seit Saisonbeginn auch sein Klub, was wohl mit ein Grund dafür war, dass GC-Trainer Carlos Bernegger gegen den FC Luzern seine Startaufstellung änderte und Munsy am Sonntagnachmittag von Anfang an aufs Feld schickte. Für den Küssnachter hiess es, diese Chance unbedingt zu packen. Und siehe da: Seine treuesten Fans – Vater Jean und Bruder Jucquain – hatten ihre Plätze im Stadion noch nicht eingenommen, als der Küssnachter in der siebten Minute alleine auf den FCL-Goalie losstürmte, GC kaltblütig in Führung schoss und damit seinem Trainer für das Vertrauen dankte.

Kryeziu mit Bock
Schlechter verlief der Nachmittag des zweiten Küssnachters: In der 67. Minute verpatzte Hekuran Kryeziu einen Befreiungsversuch und lieferte dem gegnerischen Stürmer die Vorlage zum 0:2. Es war Kryezius einziger Fehler, doch er zählte. Ansonsten spielte er solide, glänzte mit Ballsicherheit und guten Pässen und schoss vor Spielende mit einem scharfen Weitschuss fast das Unentschieden. Dafür war in der 89. Minute aber ein Mitspieler besorgt, womit sich GC und der FCL nach einer spannenden Schlussphase 2:2 trennten.

Kryeziu konnte nach Spielende seinen Ärger kaum verbergen: Eine ganze Stunde lang war sein Team in Überzahl und brachte bis zur 77. Minute kein Tor zustande. Luzern schnürte die Zürcher in deren Strafraum zwar ein, doch Zählbares liess lange auf sich warten. Munsy hingegen ärgerte sich nach Spielende über den Platzverweis seines Mitspielers, war aber dennoch guter Laune. Dass er seine Chance packte, dürfte ihm in den nächsten Spielen wieder mehr Einsatzminuten bescheren.