Freitag, 15. September 2017
Endlich: Die Seebodenalp hat ein WC

Am Montag wurde das WC-Häuschen auf der Seebodenalp offiziell eröffnet – rund ein Jahrzehnt nach der ersten Idee. «Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Korporation», betonte Präsident Sepp Werder.

aj. «Um ein WC-Häuschen zu eröffnen, muss man normalerweise nicht die ganze Delegation antanzen lassen.» Mit diesen Worten begrüsst Sepp Werder, Präsident der Korporation Berg und Seeboden die rund zwei Dutzend Anwesenden auf der Seebodenalp. Warum die Erstellung eines kleinen Bauwerks so bedeutsam ist, dass sich am Montag unter anderen der Bezirksammann und der Landschreiber, einige Verwaltungsratsmitglieder der Luftseilbahn, Geschäftsführer und Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen versammelten, wird klar, wenn man die Geschichte dazu kennt: Rund ein Jahrzehnt verging von der ersten Idee bis hin zur Fertigstellung des Objekts.

Dazwischen herrschte ein langes Hin und Her, verbunden mit etlichen Verhandlungen mit dem Kanton, da sich das Gebiet ausserhalb der Bauzone befindet. «Es ist deshalb einerseits ein wichtiger Meilenstein für die Korporation, andererseits ist es eine wirklich sehr schöne und praktische Toilettenanlage», so Werder. Auch die Innenarchitektin Monika Knüsel ist stolz und froh, dass die Seebodenalp den Besuchern nun endlich eine öffentliche Toilette zur Verfügung stellen kann. «Für mich war es zwar ein kleiner aber ein sehr wichtiger Auftrag», so Knüsel. «Wir haben damit ein dringendes Bedürfnis abgedeckt.» Und damit auch an die Leute gedacht ist, welche vor dem WC auf ihre Begleitung warten müssen aber selbst nicht «mal müssen», spendet die Architektin im Namen der Firma Baunaht ein Bänkli.

«Bedürfnisanstalt war ein Bedürfnis»
Für den Unterhalt des Parkplatzes, der Ruhebänke und nun auch der WC-Anlage zuständig ist die Korporation Berg und Seeboden. «Wir geben unser Bestes, damit die Seebodenalp ein angenehmes Ruhe- und Naherholungsgebiet für die Leute ist und bleibt», sagt Werder. Die Korporation übernimmt zudem die Kosten für das Häuschen vollumfänglich. Diese belaufen sich auf rund 160 000 Franken. Eine Kostenbeteiligung wurde jedoch beantragt. Darüber wird das Stimmvolk dann an der Herbst-Bezirksgemeinde abstimmen. «Die Bedürfnisanstalt war ein Bedürfnis», meinte auch Bezirksammann Michael Fuchs schmunzelnd. In Zukunft werde es bestimmt auch im Hinblick auf die neue Luftseilbahn mehr Besucher geben, weshalb der Erbau der Anlage eine gute Sache sei, auch wenn er sich etwas in die Länge gezogen hat, aber «was lange währt, wird endlich gut», so die Einstellung des Bezirksammanns.