Montag, 18. September 2017
Bewohner geben Einblick in ihr Leben

Wie leben Flüchtlinge und Asylsuchende im Bezirk Küssnacht? Sind diese Container nicht ungemütlich? Und wie sieht der Alltag von Kindern und Jugendlichen aus? Am Öffentlichkeitstag erhielten Interessierte einen Einblick in die Asylunterkunft Luterbach und das Haus der Jugend Bethlehem.

mn/red. Was das Thema Flüchtlinge und Asylpolitik angeht, hat sich mittlerweile fast jeder und jede eine Meinung gebildet. Die zweifellos notwendige Diskussion birgt die Gefahr, dass man allzu oft vergisst, dass es sich dabei um Menschen handelt, die auch im Bezirk Küssnacht leben und hier ihren Alltag erleben. Rund 120 Flüchtlinge und Asylsuchende sind in Küssnacht wohnhaft. Wie sieht deren Alltag aus? Und wie lebt es sich in einer Asylunterkunft? Am Samstag gingen mehrere Hundert Besucher diesen Fragen nach. «Beim heutigen Anlass geht es darum, Vorurteile und Ängste abzubauen und den Menschen ein Gesicht zu geben, welche in den Küssnachter Asylunterkünften wohnen», erklärte Petra Gamma, die Küssnachter Sozialvorsteherin, zu Beginn des Anlasses.

Nebst Führungen durch die Unterkunft im Luterbach sowie durch das Haus der Jugend in Immensee, kam auch der Dialog zwischen Bewohnern und Besuchern nicht zu kurz. Beide Seiten konnten dem Öffentlichkeitstag daher viel Positives abgewinnen: «Ich finde die Idee sehr gut», meint etwa der Eritreer Weldu Bahta, «so entsteht ein guter Kontakt zwischen den Bewohnern und der einheimischen Bevölkerung.» Erfreut über das Interesse am Öffentlichkeitstag zeigte sich auch Asylkoordinatorin des Amts für Migration Fiona Elze: «Die Küssnachter Bevölkerung macht mir einen sehr offenen Eindruck. An der Infoveranstaltung vor der Eröffnung des Hauses waren die Teilnehmer sehr interessiert, stellten auch kritische Fragen, blieben aber stets sachlich.»

Was es am Öffentlichkeitstag noch zu erleben und erfahren gab, lesen Sie in der aktuellen Dienstagausgabe.