Freitag, 15. September 2017
‹Im Bethlehem› wird in einem Jahr gebaut

Rund um den Bethlehem-Hof entstehen 200 Wohnungen, 50 davon bis 2020. Nach einem längeren Planungsunterbruch nimmt das Projekt nun wieder Fahrt auf.

su. Fünf Jahre sind vergangen, seit das Generalkapitel, das höchste Gremium der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB), grünes Licht gab für das Grossprojekt ‹Wohnen im Bethlehem› – und damit für ein neues Quartier, das innerhalb der nächsten 20 Jahre in Immensee entsteht und dereinst bis zu 450 Bewohner umfasst. «Dass das so lange dauerte bedauern wir, hat aber auch seine Gründe», erklärt Balz Theus, Informationsbeauftragter des Projekts. Immerhin galt es, unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, was Zeit brauche.

Einsprecher aus den eigenen Reihen
Im April 2014 war das Grossprojekt vorläufig auf Eis gelegt worden. Ausschlaggebend waren Meinungsverschiedenheiten im Kreis der Missionare. Gemeinsam reichten 28 Brüder und Patres der SMB eine Einsprache gegen den Gestaltungsplan ein. Ihre Opposition richtete sich in erster Linie gegen den geplanten Abbruch des Missionsgebäudes M1, das einem Teil der neuen Bauten weichen soll, sowie gegen den zur Realisierung ins Auge gefassten Terminplan. Daraufhin wurde das Verfahren sistiert, was der SMB Zeit und Gelegenheit gebe, «mit den Missionaren nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen», wie Vereinspräsident Rudolf Enz damals gegenüber dem ‹FS› sagte.

Zweieinhalb Jahre später als geplant ist er nun terminiert: Der Bau der ersten Etappe, die vier Neubauten umfassen wird, beginnt im Herbst 2018. Am Donnerstag informierten die Verantwortlichen im Detail über die Mehrgenerationensiedlung. Erschwinglicher Mietzins, Altersdurchmischung, kulturelle Vielfalt: Das und vieles mehr will das Pionierprojekt bieten. Richtungsweisend ist es in mehrfacher Hinsicht – riskant aufgrund ihrer grössten Chancen.

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