77SUK WEBDonnerstag, 21. September 2017
Ein Loch, wo keines sein sollte

Gestern Nachmittag mussten die Tunnelarbeiten an der Südumfahrung erneut unterbrochen werden. Auf Höhe des Schulhauses Dorfhalde senkte sich eine Sandlinse. Dadurch entstand ein Schlot – fünf Meter breit und acht Meter tief.

red. Es ist nur wenige Meter von einem Mehrfamilienhaus entfernt: Das Erdloch, das sich gestern Nachmittag wie aus dem Nichts auftat. Die Bewohner des Hauses seien kurzfristig in Sicherheit gebracht worden, sagte Oberbauleiter Kurt Waber gegenüber 20 Minuten. Verletzt worden sei durch den Vorfall niemand.

Messungen ergaben, dass es sich um ein lokales Ereignis handelt, wie das Baudepartement des Kantons Schwyz mitteilt. Die angrenzenden Liegenschaften und die neu gebaute Stützmauer wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Die instabile Zone wird nun mit technischen Massnahmen verfestigt und als Vorsichtsmassnahme zusätzlich überwacht und vermessen. Anschliessend wird das entstandene Loch wieder aufgefüllt werden. Die Fachleute gehen aufgrund des lokalen Charakters des Ereignisses davon aus, dass die Vortriebsarbeiten am Tunnel nur kurzzeitig unterbrochen werden.

Schon Mitte Juli mussten die Arbeiten am Tunnel Burg wegen eines Wasserzutritts unterbrochen werden, deren Ursache noch in Abklärung ist. Daraufhin wurde der Tunnelvortrieb Anfang September auf die Seite Räbmatt verlegt.

Ob der erneute Unterbruch Auswirkungen auf den Terminplan der Südumfahrung und auf deren Gesamtkosten haben wird, lasse sich gemäss Baudepartement noch nicht abschätzen.

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