Dienstag, 31. Oktober 2017
‹Schandfleck› soll entfernt werden

Die neuen Eigentümer mehrerer uralter Rigigasse-Häuser wollen vorwärts machen. Sie ersuchen den Bezirksrat um eine vorzeitige Abbruchbewilligung.

fab. Das Hin und Her um die mittlerweile verwahrlosten Häuser an der Rigigasse 7–11 und das Haus im Rosengarten 18 geht in die nächste Runde. In den Augen der neuen Eigentümer, der Sacasa AG, soll es die letzte sein. Sie haben die Grundstücke vergangenen Winter gekauft und wollen vorwärts machen, sprich: Die Jahrhunderte alten Gebäude abreissen und neu bauen. In ihrem Gesuch um eine vorzeitige Abbruchbewilligung schreibt die Sacasa AG, die Gebäude seien offensichtlich abbruchreif und nicht mehr bewohnbar. Überdies bestehe latente Einsturzgefahr. Die Häuser sind derzeit abgesperrt und werden im Keller mit Spriessen gesichert. Ausserdem argumentieren die Eigentümer mit dem Ortsbild: Die Bauten «verunstalten den Dorfkern», schreiben sie und sprechen von einem «Schandfleck». Dass die Fläche zwischen dem Abbruch und der Umsetzung eines neuen Bauprojekts frei läge, beeinträchtige «das Ortsbild nicht, im Gegenteil».

Startschuss für Studienauftrag
Was danach auf den Grundstücken errichtet werden soll, ist noch unklar. Allerdings bekräftigt die Sacasa AG ihren Willen, sie zu bebauen. Eine langfristige Freihaltung der Grundstücke liege nicht in ihrem Interesse, schreibt sie im Abbruchgesuch.

Tatsächlich treibt sie die Projektierung eines Neubaus voran. Parallel zum Abbruchgesuch initiiert sie nämlich einen neuen Studienauftrag über alle fünf Grundstücke im Dreieck zwischen Rosengarten und Rigigasse, dies unter der Leitung des Bauberaters René Bächler. In die Rahmenbedingungen des Studienauftrags sollen auch die Rückmeldungen der kantonalen Denkmalpflege und der Küssnachter Ortsbildkommission einfliessen. Überdies strebt die Sacasa AG in den nächsten Wochen einen runden Tisch mit allen beteiligten Planungsbehörden an und will Gespräche mit allen Nachbarn im Gestaltungsplanperimeter führen.