31Kirchenkonzert WEBDienstag, 17. April 2018
Experiment der MGI war ein Erfolg

Leise, gefühlvoll, gehörfällig, temporeich, rockig, brassbandmässig und stimmgewaltig: Das gemeinsame Experiment der Musikgesellschaft Immensee und der Band Remotion war ein musikalischer Knüller.

rbs. Immer wieder offen für Neues und musikalische Ausflüge tat sich die Musikgesellschaft Immensee (MGI) diesen Frühling mit der Band Remotion zusammen. Daraus entstand das Kirchenkonzert, welches am letzten Wochenende in den Pfarrkirchen Immensee und Küssnacht gespielt wurde. Der Mix aus Blasmusik und gefühlvollen sowie rockigen Songs kam beim Publikum sehr gut an. Der Lohn dafür: zweimal Standing Ovations und zahlreiche Komplimente der Besucher. «Das war echt spitze, ich könnte noch lange zuhören», meinte denn ein Besucher nach der zweiten Zugabe in Küssnacht.

Ein riesiger Kirchenchor
Mit Infos aus erster Hand führten Anita Bachmann von der MGI und Stephan Annen von Remotion durch das abwechslungsreiche Programm. Im Zweiliedertakt boten die MGI unter der versierten Leitung von Dieter Gautschi und die Band Remotion einen Einblick in ihr musikalisches Können.
So etwa bei der Filmmusik aus Dragonheart, Io senza te oder I‘m a believer, um nur einige Titel zu nennen.

Phänomenal war das Zusammenspiel mit den beiden Formationen, einmal die Band mit dem Schlagzeuger der MGI Marin Muoth, ein zweites Mal mit einigen Bläsern dazu und quasi als grandioses Schlussbouquet (Turpentine von Brandi Carlile) komplett. Und der Bandleader motivierte das Publikum («bilden wir den grössten Kirchenchor») zum Mitsingen. «Für uns war das Konzert eine Herausforderung, denn wir spielen im Vergleich zu den Musikantinnen und Musikanten ohne Noten», erklärte Stephan Annen. «Aber es hat Spass gemacht, die Chemie zwischen uns stimmte sofort, es war ein super Erlebnis», bedankte er sich bei Dirigent Dieter Gautschi.

Einen Wermutstropfen gab es: Seine Ankündigung, dass dies das zweitletzte Konzert von Remotion war. Petra Kenel, eine der beiden Sängerinnen, will sich in Zukunft aufs Muttersein konzentrieren und eine musikalische Pause einlegen. Bibiane Adamschik und Stephan Annen sind noch je mit zwei anderen Bands unterwegs. Derweil ist die MGI am 27. Mai wieder konzertmässig zu hören – im Tierpark Goldau.