Donnerstag, 12. Juli 2018
Der Nebel am Schuldenberg lichtet sich

Die Wolken, die den Schuldenberg des entlassenen Küssnachter Pfarrers umhüllten, lösen sich zusehends auf. In seiner Zwischenbilanz offenbart der Kirchenrat das Ausmass seiner Verschuldung und des betroffenen Personenkreises und erklärt, wie Werner Fleischmann immer wieder zu Geld kam.

fab. Die Entlassung des röm.-kath. Pfarrers und dessen massive Verschuldung beschäftigen die Küssnachter seit mehreren Wochen und hält auch den Kirchenrat auf Trab. Gemeinsam mit dem Anwalt von Ex-Pfarrer Werner Fleischmann versucht er, sich einen Überblick über den Schuldenberg des Pfarrers, den Kreis der Geschädigten und zahlreiche weitere Aspekte der Situation zu gewinnen.

Dank 30 neuen Meldungen von Geldgebern kommt die Aufklärung zügig voran. In unserer Freitagsausgabe zieht der Kirchenrat eine Zwischenbilanz. Gemäss seinem aktuellen Kenntnisstand liehen dem Pfarrer zwischen 2011 und 2018 insgesamt 84 Personen Geld in der Gesamtsumme von 2,6 Mio. Franken. Mehr als die Hälfte des Betrages schuldet Fleischmann seinen Gläubigern noch. Zu Darlehen kam er offenbar auch, indem er karitative Zwecke vorschob.