wwwebDSC 0120 Montag, 16. Juli 2018
Gerresheimer entlässt 110 Mitarbeiter

Der Bezirk verliert seinen viertgrössten privaten Arbeitgeber, die Gerresheimer Küssnacht AG. Das deutsche Unternehmen schliesst seinen Küssnachter Ableger Ende 2019.

fab. Wer an Pharmaunternehmen denkt, hat Namen wie Roche oder Novartis auf den Lippen, nicht aber Gerresheimer. Dabei ist die deutsche Firma in der Pharma- und Healthcare-Industrie ein gewichtiger Player. Ihre weltweit rund 10 000 Mitarbeiter produzieren zwar keine Arzneimittel, jedoch pharmazeutische Verpackungen und Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Letztes Jahr verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,4 Mia. Euro. Im Fänn produziert sein Schweizer Ableger, die Gerresheimer Küssnacht AG, seit 1999 rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche medizinische Einwegartikel, Inhalatoren und Autoinjektoren.

Viertgrösster privater Arbeitgeber
Noch. Denn bald ist Schluss damit. Vergangenen Donnerstag informierte der Konzern seine Mitarbeiter und die Medien über die Schliessung ihres Küssnachter Werks per Ende 2019. Küssnacht verliert damit seinen viertgrössten privaten Arbeitgeber. 110 Mitarbeiter landen auf der Strasse, 20 davon bereits Ende August. Die Werkschliessung kommt, weil ein Grosskunde abspringt. Über mehrere Jahre liess er im Fänn einen Inhalator produzieren. Firmensprecher Jens Kürten spricht vom «mit Abstand grössten Einzelauftrag für das relativ kleine Werk». Die Arbeitsplätze zu ersetzen, dürfte schwierig werden.

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