Donnerstag, 26. Juli 2018
Heinzer holt mit Degen-Team Gold!

Nachdem Max Heinzers Traum von einer WM-Medaille im Einzelwettkampf am Montag sehr früh platzte, fand der Immenseer am Donnerstag in China sein Lachen wieder – und wie: Im Team-Wettkampf wurden die Schweizer Degenfechter etwas überraschend Weltmeister.

fab. Max Heinzer und seine drei Schweizer Teamkollegen feierten am Donnerstag in Wuxi (China) einen Grosserfolg: Sie reihten einen Sieg an den nächsten und bezwangen im WM-Final Südkorea mit 36:31. Es ist dies die erste Goldmedaille eines Schweizer Fechtteams an einer Weltmeisterschaft. Bereits letztes Jahr schnupperten die Degenfechter an Gold, unterlagen damals aber Frankreich mit 43:45.

Diesmal kam es anders: Nachdem sich die Schweizer am Mittwoch gegen Chile und Israel durchgesetzt hatten, zwangen sie am Donnerstagmorgen zunächst Italien mit 36:35 in die Knie, wobei Schlussfechter Heinzer den Ein-Punkte-Vorsprung über die Ziellinie retten konnte. Im Halbfinal trafen der Immenseer und seine Musketiere auf die favorisierte französische Mannschaft und nahmen mit 45:38 Revanche für die letztjährige Finalniederlage. Massgeblich zum Finaleinzug trug Max Heinzer bei, der im vorletzten Gefecht einen 30:31-Rückstand in einen 40:33-Vorsprung verwandeln konnte.

Im Final gegen Südkorea vermochte Heinzer nicht zu überzeugen, doch seine Teamkollegen holten diesmal die Kohle aus dem Feuer. Im Schlussgefecht baute Benjamin Steffen den Ein-Punkte-Vorsprung auf fünf Zähler aus und machte mit 36:31 den Sack zu.

Ernüchterung im Einzel-Wettkampf
Der Erfolg im Team-Wettkampf lässt Max Heinzers ernüchterndes Abschneiden im Einzel-Wettkampf in den Schatten treten. Einer WM-Einzelmedaille jagt der Immenseer schon seit Jahren vergebens hinterher und blieb auch am Montag in Wuxi erfolglos. Heinzer, derzeit nominell fünftbester Degenfechter der Welt, griff im Tableau der besten 64 in den Wettkampf ein – und schied sogleich wieder aus. Die Niederlage war äusserst knapp: Heinzer verlor gegen den Franzosen Alex Fava mit 11:12 in der Verlängerung. Fava revanchierte sich damit für seine Finalniederlage gegen Heinzer am diesjährigen Weltcup-Turnier von Budapest. So sei halt Fechten, schrieb Max Heinzer auf seiner Facebook-Seite und sprach von einem «harten Ende» einer guten Saison. Ob er nun nach dem Team-Erfolg immer noch von einem «harten Ende» spricht, erfahren Sie nächste Woche im FS.