Montag, 30. Juli 2018
Kanton verschärft das Feuerverbot

An Feuerstellen darf ab sofort und bis auf Weiteres nicht mehr grilliert werden. Im Freien dürfen weder Feuer entfacht, noch Feuerwerkskörper gezündet werden. Der Kanton Schwyz begründet das Verbot mit der anhaltenden Trockenheit.

fab. Dass am Samstag etwas Regen fiel, änderte an der anhaltenden Trockenheit wenig. Auch in den Wetterprognosen sucht man vergebens nach Niederschlag. Die Brandgefahr ist in weiten Teilen der Schweiz erhöht. Der Kanton Schwyz greift deshalb zu einer drastischeren Massnahme: Wenige Tage nach dem Feuerverbot in Wäldern und an Waldrändern erlässt er mit sofortiger Wirkung ein Feuer- und Feuerwerksverbot. Der Entscheid ist mit den anderen Zentralschweizer Kantonen abgesprochen.

Grillieren nur auf Gasgrills
Konkret ist es ab sofort im ganzen Kanton verboten, im Freien Feuer zu entfachen. Das gelte auch für sämtliche Feuerstellen, schreibt der Kanton. Verboten ist es auch, brennende Raucherwahren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Ausserdem verbietet der Kanton Schwyz das Abbrennen von Feuerwerkskörpern jeglicher Art und das Steigenlassen von Heissluftballonen oder Himmelslaternen.

Vom Verbot ausgenommen ist das Grillieren auf Gasgrills in Gärten oder auf Balkonen, sofern besondere Vorsichtsmassnahmen getroffen werden. Dazu zählt der Kanton die Einhaltung eines Sicherheitsabstands, die dauernde Beaufsichtigung sowie die Bereithaltung von Löschmaterial.

Ein Ende der kantonalen Anordnung ist nicht absehbar. «Bei sich verändernden Witterungsbedingungen wird eine Neubeurteilung vorgenommen», schreibt das kantonale Amt für Wald und Naturgefahren in seiner Mitteilung.

Bislang keine Feuerwehreinsätze in Küssnacht
In den letzten sieben Tagen seien im Kanton Schwyz an mehreren Orten kleinere Wald- und Wiesenbrände aufgetreten, welche Feuerwehreinsätze nach sich zogen, berichtet der Kanton. In Küssnacht war dies bislang jedoch nicht der Fall, wie Martin Arnet, Kommandant der Stützpunkt Feuerwehr Küssnacht auf Anfrage sagt. Er hofft, dass sich alle Einwohner an das kantonale Verbot halten.