web74kuh Donnerstag, 13. September 2018
Agrarinitiativen spalten Landwirte

Gute Lebensmittel möchten alle konsumieren. Doch wie sie produziert werden sollen, darüber scheiden sich die Geister – und die Meinungen der Landwirte.

fab. Der 23. September ist für die Stimmbürger eine Herausforderung, die leicht zur Überforderung wird. Zwei Agrarinitiativen stehen zur Debatte, die viele aufgrund einiger Überschneidungen kaum auseinanderzuhalten wissen. Kommt hinzu, dass die Fair-Food-Initiative und die Initiative für Ernährungssouveränität einen bunten Strauss an Forderungen enthalten, deren Beurteilung ziemlich breite Kenntnisse der Landwirtschafts- und Handelspolitik voraussetzen. Selbst Landwirten fällt es schwer, den Überblick zu behalten und die Konsequenzen einzuschätzen. Manche beklagen die derzeitige Unsicherheit in der Landwirtschaftspolitik, nicht zuletzt weil vor Jahresfrist bereits über Ernährungssicherheit abgestimmt wurde und derzeit mit der Hornkuh-, Trinkwasser- und Pestizid-Initiative noch einiges auf sie und die Stimmbürger zurollt.

Verschiedene Argumente
Biobauer Hanspeter Bucher vom Weidhof weiss bereits, wie er in zehn Tagen abstimmen wird: zweimal Ja. Ihm seien derzeit alle politischen Aktivitäten recht, die die Freihandelsbestrebungen von Bundesrat Schneider-Ammann ausbremsten, sagt er. Diese beschleunigten nämlich die Zerstörung bäuerlicher Familienbetriebe mittels wirtschaftlicher Aushungerung. Vielen seiner Berufskollegen zeichnet die bundesrätliche Landwirtschaftsperspektive ebenfalls Sorgenfalten auf die Stirn, doch sie stimmen trotzdem zweimal Nein. So vielfältig die Bauern produzieren, so verschieden sind ihre Argumente. In einer kleinen ‹Tour de Buur› durch sein Einzugsgebiet fühlte der ‹FS› vier hiesigen Landwirten den Puls.

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