web91claudia bernasconi2 Dienstag, 13. November 2018
Neuer Anlauf für politische Frauenförderung

Politik wird in diesem Land primär von Männern gemacht. Die Grepper Gemeindepräsidentin und Kantonsrätin Claudia Bernasconi macht Frauen Mut, im Wahljahr 2019 das Heft selbst in die Hand zu nehmen.

fab. Aller Frauenförderung zum Trotz, sind die Regierungen und Parlamente landauf, landab fest in Männerhand. In Zug und Schwyz zum Beispiel sitzt bloss je eine Frau im Regierungsrat, in Luzern seit 2015 gar keine mehr. Nächsten Frühling wird der Luzerner Regierungsrat neu bestellt, ebenso der Kantonsrat. Die Grepper Gemeindepräsidentin und Kantonsrätin Claudia Bernasconi ist zuversichtlich, dass es mehr Frauen ins Kantonsparlament schaffen werden, nicht aber in den Regierungsrat. «Keine Chance», sagt sie, «weil sich keine Frau zur Verfügung stellt. Wir haben ein Basisproblem. In den letzten Jahren haben es die Parteien verpasst, Frauen auf diese Rolle hin vorzubereiten. Im Moment ist einfach keine Frau bereit, diesen Job zu übernehmen.»

Bernasconi nimmt zwar die Parteien in die Pflicht, viel mehr aber noch die Frauen: «Es ist primär ein Frauenproblem. Frauen brauchen mehr Selbstbewusstsein und Mut. Fragt man Männer an, sagen sie mit den Händen im Hosensack: ‹Ja, das kann ich›. Frauen hingegen fragen: ‹Kann ich das?›» Zusammen mit Politikerinnen aus allen anderen Parteien versucht Claudia Bernasconi seit einigen Monaten unter dem Namen ‹Frauen Luzern Politik› Frauen zu motivieren, für die kantonalen und nationalen Wahlen 2019 zu kandidieren.

Wo Claudia Bernasconi die Herausforderungen sieht, was sie von Quoten hält und wie es um die Repräsentation der Frauen in der Schwyzer Politik steht, erfahren Sie in unserer aktuellen Dienstagsausgabe