Donnerstag, 14. März 2019
Ein Vorbild vor Küssnachts Pforten?

Meggen steht vor der gleichen Herausforderung wie Küssnacht: Es muss seine Ortsplanung total revidieren. Könnte sich Küssnachts Bezirksrat etwas vom Vorgehen der Megger abschauen?

fab. Dass ein Dorf sein Zentrum mit einer entsprechenden Tafel kennzeichnet, hat Seltenheitswert. Tatsächlich aber fragen sich viele, die von Küssnacht nach Luzern fahren, ob Meggen eigentlich auch ein Zentrum hat und wenn ja: wo? Ihre Frage wird bei der Post durch besagte Tafel mit der simplen Inschrift ‹Dorfzentrum› punktgenau beantwortet.

Dass der Megger Ortskern für Auswärtige schwer auszumachen ist, hat mit der Zersiedelung zu tun. Sie ist im einstigen Bauern- und Fischerdorf aber keineswegs ein neues, einzig dem Bauboom und einer fehlgeleiteten Raumplanung geschuldetes Phänomen, sondern historisch bedingt. Der Ort setzt sich aus mehreren Weilern zusammen, die im Laufe der Zeit zu Quartieren wuchsen und sich über das Gemeindegebiet ausdehnten.

Weitere Zersiedlung vermeiden
Wer heute durch die Quartiere streift, schätzt die Einwohnerzahl Meggens deutlich höher, als sie tatsächlich ist. Gerade mal 7225 Personen wohnen dauerhaft in der Gemeinde. Der falsche Eindruck gründet nicht nur in der breiten Streuung der Siedlungsfläche, sondern auch in der ausserordentlich hohen Anzahl Einfamilienhäuser. Dass es so nicht weitergehen kann, ist mittlerweile Konsens. Für den Gemeinderat ist klar, wo Meggen künftig wachsen soll: innerhalb des bereits bebauten Siedlungsgebiets und vor allem entlang der Kantonsstrasse. ‹Bauliche Verdichtung› ist denn auch in Meggen das raumplanerische Credo der Stunde.

Trotz der etwas unterschiedlichen Ausgangslage ähneln sich die ortsplanerischen Herausforderungen Meggens und Küssnachts. Wie Meggen die anstehende Totalrevision seiner Nutzungsplanung anpackt, wo es bereits weiter ist als der Bezirk Küssnacht und woran sich die Küssnachter Raumplaner orientieren könnten, erfahren Sie in der aktuellen Freitagsausgabe.