web26april schwan2 Kopie Montag, 1. April 2019
Tütschen von Schwaneneiern? Neiaberau!

Zum 1. April konnte es sich auch die ‹FS›-Redaktion nicht verkneifen, ihre Leser auf die Schippe zu nehmen. Mit zwei erfundenen Geschichten hat Sie die Redaktion in den April geschickt. Haben Sie diese sofort erkannt?

fab/aj. ‹Spiegel›-Gründer Rudolf Augstein definierte Journalismus in drei Worten: «Schreiben, was ist». Einmal im Jahr greift die ‹FS›-Redaktion jedoch zur Schelmenfeder und schreibt, was sein könnte. Im Gegensatz zum ‹Spiegel› – der Fall Relotius lässt grüssen – tanzt der ‹FS› seinen Lesern aber nur am 1. April auf der Nase herum – oder notfalls halt schon am 29. März. Etwas Flexibilität muss drinliegen, wenn man bloss zwei Mal wöchentlich erscheint. Die Ideenkiste der Redaktion ist mittlerweile derart voluminös, dass ein Scherz pro Jahr unmöglich reicht, um alle in nützlicher Frist abzuarbeiten. Deshalb tischten Ihnen die ‹FS›-Redaktoren in der letzten Ausgabe gleich zwei erfundene Geschichten auf.
Also, geschätzte Leser ... Sie haben es wohl geahnt: Das für den Gründonnerstag versprochene Schwaneneiertütschen ist reinster Humbug. Die Küssnachter Schwäne bieten derzeit keinen Anlass für Regulierungsmassnahmen und niemand beabsichtigt, sie in ihrer Familienplanung zu bevormunden.

Aprilscherz mit positivem Effekt
Erstunken und erlogen ist auch die ominöse Pressemitteilung der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz, wonach sie die närrischen Tage in Küssnacht nicht mehr organisieren will, weil ihr von Einwohnern und Behörden zu viele Steine in den Weg gelegt werden. «Die diesjährige Problematik mit den Fasnachtsplakaten war wirklich unangenehm und unnötig», sagt FG Chalberschwanz-Präsident Rainer Lüthold. Deshalb haben er und seine Vereinsmitglieder der Redaktion gerne dabei geholfen, ihre Leser hinters Licht zu führen. «Nicht nur ich wurde darauf angesprochen. Im gesamten Dorf diskutierten die Menschen darüber.» Eine  Fasnachtsgesellschaft aus einem Nachbardorf hat Lüthold gar angerufen und sich beschwert, weshalb sie nicht ebenfalls zu der Sitzung mit dem Bezirksrat eingeladen wurden. Sie hätten auch das eine oder andere mit den Behörden zu besprechen. «Ihnen musste ich natürlich gleich die Wahrheit sagen.» Alle anderen habe er seit gestern erst sanft darauf hingewiesen, welcher Monat bald ansteht. Die ganze Aktion zeigt laut Lüthold, dass den Küssnachtern etwas an der Fasnacht liegt und sie diese nicht missen wollen. «Deshalb organisieren wir natürlich auch nächstes Jahr die Fasnacht wieder.»
Der Aprilscherz hat also doch auch seine guten Seiten. Trotzdem entschuldigt sich die ‹FS›-Redaktion bei all jenen, die sich über die fake news ärgerten, freut sich mit allen, denen sie ein Schmunzeln entlocken konnte und verspricht, fortan wieder zu «schreiben, was ist».