web28petra gamma Freitag, 5. April 2019
Rezepte gegen Kostenanstieg gesucht

Für die soziale Wohlfahrt muss der Bezirk jedes Jahr mehr Geld aufwenden. Was sagt die Küssnachter Fürsorgepräsidentin Petra Gamma zu dieser Entwicklung? Und wie liesse sich das Kostenwachstum zügeln?

fab. Der Nettoaufwand für soziale Wohlfahrt nahm im Bezirk Küssnacht in den letzten fünf Jahren um 28 Prozent zu. 2019 klettert er voraussichtlich erstmals über die 10-Mio.-Franken-Grenze. Ein wesentlicher Kostentreiber ist die Sozialhilfe. Die Nettoausgaben stiegen in diesem Bereich laut Bezirksrechnung zuletzt von 1,7 Mio. (2016) auf 2,3 Mio. (2017) und schliesslich auf 2,7 Mio. Franken (2018) an. Eins zu eins liessen sich die Zahlen aber erst ab 2017 vergleichen, erklärt die Küssnachter Fürsorgepräsidentin Petra Gamma. «Zuvor gab es eine Verschiebung der Buchungen im Sozial- und Asylwesen.» Die Sozialhilfequote des Bezirks Küssnacht liegt leicht über dem kantonalen Durchschnitt.

Integrationsoffensive vonnöten
Dass die Ausgaben für die wirtschaftliche Sozialhilfe innert Jahresfrist um 400 000 Franken anstiegen, hat gemäss Gamma vor allem drei Gründe: «Erstens haben wir generell steigende Fallzahlen in der Sozialhilfe, auch von Schweizer Bürgern. Zweitens verzeichnen wir bei den Fremdplatzierungen im Rahmen von Kindesschutzmassnahmen ebenfalls steigende Fallzahlen.» Drittens sei der Asyl- und Flüchtlingsbereich zu nennen. Gelinge es nicht, jene Leute nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wirke sich das in ein paar Jahren finanziell noch deutlich stärker aus, sagt Gamma. Spätestens nach sieben Jahren entfällt nämlich die Bundesfinanzierung für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene.

Mit welchen Massnahmen die Fürsorgepräsidentin das Kostenwachstum im Griff behalten will, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.