38Chlausjagergasse2 Donnerstag, 9. Mai 2019
Küssnachts feminine (Strassen-)Seite

Einen Monat vor dem Frauenstreiktag am 14. Juni sollen männliche Strassennamen in weibliche umbenannt werden, so die Forderung des Frauenstreik-OKs. In Küssnacht bieten sich dafür nur wenige Möglichkeiten – eine davon hat es aber besonders in sich.

lul. In rund einem Monat ist er – der 14. Juni und damit der Frauenstreiktag. Bereits jetzt fordert das OK des Schwyzer Frauenstreiks, dass im Kanton männliche Strassennamen in weibliche geändert werden, wie im ‹Bote› vom Mittwoch zu lesen war. Damit will es den öffentlichen Raum weiblicher machen. Ein Beispiel liefert es gleich mit: Die Herrengasse in Schwyz soll am 14. Mai in Frauengasse umgetauft werden. Zudem ruft das Komitee die Bevölkerung auf, sich am Vorhaben zu beteiligen. Ein Aufruf, welchem der ‹FS› nur zu gerne Folge leistet und darum einige Beispiele aus dem Bezirk präsentiert. Akuter Handlungsbedarf besteht in Küssnacht jedoch kaum, da es nur wenige maskuline Strassennamen gibt.

Wenn aus Jäger Jägerinnen werden
Mit etwas Fantasie lässt sich aber das eine oder andere Beispiel finden. So würde eine Luzernerinnenstrasse auch Bürgerinnen der Leuchtenstadt berücksichtigen. Dasselbe gilt natürlich für die Grepperinnenstrasse, die Artherinnenstrasse und die Zugerinnenstrasse. Während Küssnachterinnen ihren Nachbachbarinnen zu einem adäquaten Strassennamen verhelfen können, sind sie selbst auf Schützinnenhilfe angewiesen. In der Region gibt es mehrere Küssnachterstrassen, welche ebenfalls einen neuen Namen bräuchten. Umbenennen müsste man in Merlischachen konsequenterweise den Sennpetriweg. Daraus könnte neu der Sennpetraweg werden. Im Dorfzentrum Küssnacht gibt es ebenfalls zwei Beispiele. Das Fischergässli könnte neu Fischerinnengässli heissen. Problematischer wird es hingegen bei einer Chlausjägerinnengasse.