Donnerstag, 8. August 2019
Ein Milchlabel sucht seine Kundschaft

Seit drei Jahren existiert das Label Heumilch in der Schweiz. Küssnachter Betriebe spielen dabei eine wichtige Rolle. Wo steht das Label heute?

lul. Heumilch ist eine österreichische Idee und gibt es bei unserem östlichen Nachbarn seit 15 Jahren. In die Schweiz kam das Label allerdings erst 2016. Grundsätzlich unterscheidet sich Heumilch von konventioneller Milch darin, dass die Kühe mit Gras und Heu gefüttert werden – unter anderem ist Silofutter verboten. Aber auch regelmässiger Auslauf und frisches Wasser sind vorgeschrieben. Zusätzlich ist der präventive Einsatz von Antibiotika untersagt.

Ein wachsendes Nischenprodukt
Einer, der ausschliesslich auf Heumilch setzt, ist der Küssnachter Dorfkäser Josef Werder. Zwischen 1,5 und 1,8 Mio. Liter verarbeitet er jährlich. Jedoch erhält nicht jede seiner Käsesorten das Heumilch-Label. Der Anteil an Käse mit Label habe in den letzten Jahren aber zugenommen. So sagt Josef Werder: «Für uns läuft es gut, aber für den Verein Heumilch Schweiz ist es sicher schwieriger.»

André Bernet ist Leiter der Geschäftsstelle dieses Vereins Heumilch Schweiz. Er ist überzeugter Heumilch-Verfechter. Dass Coop seit letztem Jahr ebenfalls auf Heumilch setzt, habe die Präsenz des Labels verstärkt. Trotzdem hat sich Bernet von Coop mehr Unterstützung erhofft.

Wo das Label heute steht und wie Werder und Bernet dessen Zukunft sehen, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.