web81pfaffenhaut amphibien1 Montag, 7. Oktober 2019
Laichplätze für gefährdete Amphibien

Sie gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Schweiz: die Amphibien. Deshalb sollen im Bezirk bald neue Laichgewässer entstehen.

mn. Die Südumfahrung (SUK) bedeutet einerseits die Entlastung des Dorfzentrums, andererseits ist das Projekt aber auch ein weiterer Eingriff in die Natur. Deswegen fordert der Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) des Bauprojekts sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen, um den Eingriff zu kompensieren. Geplant waren zunächst ein Hochstammobst-Garten und eine Hecke mit Krautsaum. Diese werden voraussichtlich nicht realisiert. Stattdessen sollen neue Amphibienlaichgewässer gebaut und damit die geforderten Massnahmen umgesetzt werden. Das Bauprojekt liegt seit Freitag öffentlich auf. «Somit decken sich die Ersatzmassnahmen der SUK und die Ziele zur Förderung der Amphibien des Vernetzungsprojekts», ist dem Projektbeschrieb zu entnehmen. Damit gemeint ist das ‹Landwirtschaft Vernetzungsprojekt›. Dieses hat zum Ziel, die natürliche Artenvielfalt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu erhalten und zu fördern.

Acht neue Teiche geplant
Einer der Hauptgründe für das Verschwinden der Amphibien sind die fehlenden Laichgewässer. Besonders stark gefährdet sind die Gelbbauchunken, ein Froschlurch, der in Küssnacht noch vorkommt. Profitieren von den neuen Teichen sollen aber auch weitere Tier- und Pflanzenarten wie die Ringelnatter oder die Erdkröte. Geplant sind insgesamt elf Gewässer. Drei Teiche wurden bereits in der Grünhalde realisiert. Weitere sind in den Gebieten Chestenenbäumen, Wissweid, Hinteri Rüti und Fischchratten geplant. Die Gesamtkosten schätzt der Bezirk auf rund  47 000 Franken. Davon sollen etwa 11 000 Franken vom Bezirk, der Rest vom Kanton übernommen werden. Die Auflage- und Einsprachefrist dauert bis am 24. Oktober.