Sonntag, 24. November 2019
Reichmuth macht das Rennen

Das Rennen um den zweiten Schwyzer Ständeratssitz ist entschieden: Othmar Reichmuth (CVP) siegt vor Pirmin Schwander (SVP). Ausserdem sagen die Schwyzer Stimmbürger Nein zum Neubau der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon.

fab. Der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth (CVP) folgt Alex Kuprecht (SVP) nach Bern ins Stöckli. Im zweiten Wahlgang lieferte sich Reichmuth mit Nationalrat Pirmin Schwander (SVP) lange Zeit ein spannendes Rennen. Als 27 von 30 Gemeinden ausgezählt waren, lag Reichmuth nur 1000 Stimmen vor seinem Kontrahenten. Noch fehlten die Resultate aus Schübelbach, Steinen und Küssnacht und es kam, wie nach dem ersten Wahlgang erwartet werden konnte: Die Küssnachter machten für Reichmuth den Sack zu, so dass dieser am Ende rund 2000 Stimmen mehr auf dem Konto hatte und die Ständeratsnachwahl gewann.

Die parteilose Auslandschweizerin Honorata Züger landete mit 870 Stimmen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die Wahlbeteiligung betrug 43,9 Prozent – 5,6 Prozent weniger als im ersten Wahlgang am 20. Oktober.

Küssnachter mehrheitlich für Reichmuth
Othmar Reichmuth konnte – wie bereits im ersten Wahlgang – auf die Innerschwyzer Stimmbürger zählen. In den grossen Gemeinden Schwyz, Arth, Ingenbohl und Küssnacht holte Reichmuth 8932 seiner insgesamt 23359 Stimmen und überflügelte Schwander klar. Dieser kam in den genannten Gemeinden bloss auf 5497 Stimmen. In seiner Heimatregion, der Ausserschwyz, vermochte Schwander dieses Manko nicht wettzumachen. Auch in Einsiedeln lag er rund 500 Stimmen hinter Reichmuth.

Im Bezirk Küssnacht stimmten 2152 Personen für Reichmuth und 1356 für Schwander. Bereits im ersten Wahlgang hatte Schwander hier keine Chance gegen Reichmuth. Honorata Züger holte in Küssnacht 57 Stimmen, Vereinzelte 6.

41,5 Prozent der Küssnachter Stimmbürger beteiligten sich am zweiten Wahlgang, 10,8 Prozent weniger als im ersten Wahlgang.

KSA-Neubau klar gescheitert
Der beabsichtigte Neubau der Kantonsschule Ausserschwyz kam in Küssnacht gut an. 55,5 Prozent der Küssnachter stellten sich hinter das 92-Mio.-Franken-Projekt. Bereits die Kantonsräte des Bezirks hatten sich grossmehrheitlich hinter das umstrittene Geschäft gestellt. Dennoch resultierte über den ganzen Kanton gesehen ein klares Nein zum Neubau in Pfäffikon. 55,4 Prozent der Schwyzer Stimmbürger lehnten das Projekt ab.