web22PascalKaiser Freitag, 20. März 2020
Lokalzeitung erscheint trotz Corona-Krise

Die Corona-Krise trifft die meisten Unternehmen in der Schweiz hart. Auch vor der Küssnachter Lokalzeitung macht sie keinen Halt. Geschäftsleiter Pascal Kaiser erklärt, welche Auswirkungen die Massnahmen des Bundes auf den ‹FS› haben.

lul. Seit Montagabend ist klar: Das Leben in der Schweiz ist für die kommende Zeit nicht mehr so wie wir es kennen. Der Bundesrat rief im Kampf gegen das Coronavirus die ‹ausserordentliche Lage› aus. Dies bedeutet insbesondere, dass jegliche Veranstaltungen verboten sind, viele Läden zu bleiben und auch Betriebe geschlossen werden, in welchen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Die Massnahmen des Bundes haben auch Auswirkungen auf den ‹Freier Schweizer›. Geschäftsleiter Pascal Kaiser erklärt im Interview, welche das sind und wie es mit der Lokalzeitung in der Krisenzeit weitergeht.

Wird der ‹Freier Schweizer› weiterhin zwei Mal pro Woche in gedruckter Form erscheinen?
Pascal Kaiser: Wir haben uns entschieden, unsere Lokalzeitung in nächster Zeit, wie gewohnt in gedruckter Form, zwei Mal pro Woche zu publizieren. Der Umfang wird allerdings der speziellen Situation angepasst. Hält die Ausnahmesituation an, prüfen wir weitere Varianten: nur noch eine Ausgabe wöchentlich, zwei Ausgaben, davon eine gedruckt und eine digital oder nur digital. Gibt es wichtige Neuigkeiten mit einem lokalen Bezug im Zusammenhang mit der Coronakrise, schalten wir diese jeweils im  Internet unter  www.freierschweizer.ch auf.

Die Zeitung erscheint also weiterhin. Wieso wird sie für die Dauer der Krise eigentlich nicht eingestellt?
Gerade in der schwierigen Zeit ist es wichtig, dass die Bevölkerung weiterhin über das lokale und regionale Geschehen informiert wird. So lange dies für uns finanziell tragbar ist, werden wir dies auch machen.

Alle Veranstaltungen sind vom Bundesrat verboten worden und das öffentliche Leben ist weitgehend stillgelegt. Spürt der ‹FS› diese Krise auch wirtschaftlich?
Selbstverständlich. Und zwar ziemlich heftig. Inserate sind für unsere Zeitung noch immer die Haupteinnahmequelle. Finden keine Veranstaltungen mehr statt, wird auch nicht mehr dafür geworben. Aus diesem Grund haben wir ab sofort Kurzarbeit beantragt.

Welche Massnahmen werden gegen die Verbreitung des Virus intern getroffen?
Wir schützen unsere Mitarbeiter mit den vom Bund vorgegebenen Massnahmen. Wo möglich wird von zu Hause gearbeitet. Zudem halten wir die Sicherheitsabstände ein und halten uns an die Hygienevorschriften. Als kleines Unternehmen können wir uns einen gleichzeitigen Ausfall von mehreren Mitarbeitern schlichtweg nicht leisten.