web47Kunz Matijevic1 n Freitag, 19. Juni 2020
«Wir wollen im ersten Drittel mitspielen»

Christian Kunz und Bone Matijevic coachen seit einem Jahr die erste Mannschaft des FCK. Das Trainer-Duo hat das Team fast von Grund auf neu aufgebaut. Spielerlöhne rückten in den Hintergrund und einheimische Spieler übernahmen das Zepter.

lul. Am vergangenen Dienstag war es so weit: Die erste Mannschaft des FC Küssnacht nahm nach monatelanger Zwangspause den Trainingsbetrieb wieder auf – eine Woche später als erlaubt. Einige FCK-I-Spieler konnten den Trainingsstart denn auch kaum erwarten. Sie kickten bereits letzte Woche auf dem Rasen im Luterbach. Man habe zwei Trainings auf freiwilliger Basis durchgeführt, sagt Assistenztrainer Bone Matijevic: «Es herrschte eine sehr gute Stimmung und die Spieler hatten Lust wieder zu spielen. Natürlich war das Coronavirus ein Thema, beispielsweise dass man auf das Händeschütteln verzichtet. Wir kamen auch bereits umgezogen zum Training und benutzten die Garderobe nicht.» Der offizielle Trainingsstart in dieser Woche war ebenfalls von Schutzmassnahmen geprägt. Christian Kunz erklärt, dass nur zehn Spieler gleichzeitig in die Kabine dürfen und nur deren fünf zur selben Zeit duschen können. «Wann immer möglich sollen die Spieler zudem auf zu engen Kontakt verzichten. Man muss aber ehrlicherweise sagen, wenn ein Spieler das Virus hat, ist die Chance gross, dass es auch andere erwischt», so Kunz.

Positives Fazit nach Jahr eins
Cheftrainer Christian Kunz und sein Assistent Bone Matijevic sind seit einem Jahr Übungsleiter der ersten Mannschaft. ‹Assistent› und ‹Chef› seien aber nur Bezeichnungen, denn es herrsche Gleichberechtigung, sagen die beiden. Das Duo ist seit langem mit dem FC Küssnacht verbunden. Der 38-jährige Kunz trainierte zwischen 2009 und 2016 die A-Junioren der Küssnachter. Nach einem Intermezzo als Trainer beim Weggiser SC kam er 2019 zum FCK zurück. «Die Strategie des Vereins mit einheimischen Spielern zu arbeiten finde ich interessant. Wären weiterhin viele auswärtige Spieler im Kader gestanden, hätte ich den Job nicht angenommen», sagt Kunz über seine Rückkehr. Bone Matijevic hingegen ist, mit kurzem Unterbruch, seit jeher beim FC Küssnacht – zuerst bei den Junioren, dann bei den Aktiven und nun als Trainer. Der Küssnachter war schon Assistent der ersten Mannschaft bevor Christian Kunz beim FCK I übernahm.
Auch wenn die Hälfte ihrer Debüt-Saison dem Coronavirus zum Opfer fiel, fällt die Bilanz positiv aus. «Es war sehr schwierig, weil wir eine komplett neue Mannschaft hatten. Wir verloren zu Beginn viele Spiele, in welchen der Gegner nicht viel stärker war. Die Mannschaft war nicht eingespielt und wir mussten testen, wo welche Spieler am meisten bringen», sagt Bone Matijevic. Gegen Ende der Hinrunde habe das Team aber immer besser gespielt.

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