Während zwei Jahrzehnten koordinierte Thomas Röösli die Betreuung der Naturschutzgebiete im Meggerwald, von denen manche auf Küssnachter Boden liegen. Bald wird der Luzerner Biologe pensioniert und tritt ab. Bei einem Kontrollgang durchs Schlittenried zieht er Bilanz.
fab. Vorletzten Winter haben Unbekannte den Trampelpfad durch das Weierried, auf dem man schneller vom Merlischacher Wald zum Wagemoos gelangt, widerrechtlich ausgebaut. An den feuchten Stellen wurde er geschottert, gekiest und befestigt. Zudem wurden Naturschutztafeln entfernt. Im westlichen Schlittenried beeinträchtigen derweil Gräben das Hochmoor, was indirekt seltene Libellenarten gefährdet. Ausserdem drängt sich ein Pflegeeinsatz auf, da Erlen das Ried zusehends verbuschen. Andernorts sollten Neophyten bekämpft werden … Es sind solche Beobachtungen, welche die aktuell elfköpfige Betreuergruppe Meggerwald jahrein, jahraus rapportiert, den zuständigen Behörden meldet oder entschärft, indem sie selbst Hand anlegt. Regelmässig begehen die Freiwilligen die rund 30 Naturschutzgebiete, die sich auf den Bezirk Küssnacht und die Luzerner Gemeinden Udligenswil, Adligenswil und Meggen verteilen. Den Überblick behält dabei Thomas Röösli. Seit 20 Jahren koordiniert er die Gruppe, meldet Verstösse gegen Naturschutzvorschriften weiter, bespricht mit Landwirten geeignete Bewirtschaftungsformen und heckt Projekte aus, um die Biodiversität in den Flachmooren und Amphibienlaichgebieten zu fördern. Bevor er sein Amt Ende Jahr in neue Hände übergibt, spaziert der Biologe mit dem ‹Freier Schweizer› durch das Schlittenried.
Was Thomas Röösli dabei zu erzählen hat, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.
