Bis am 14. Juni sind Küssnachts Stimmberechtigte gefordert – und manche vielleicht überfordert. Am Montag überwies die Bezirksgemeinde gleich vier Vorlagen an die Urne, wobei intensiv über die Nutzungsplanung und das Schulhausprojekt im Ebnet gestritten wurde. Zwei Rückweisungsanträge scheiterten. Für Bezirksammann Oliver Ebert, Säckelmeister Peter Küng und Bezirksrat René Hunziker war es die letzte Bezirksgemeinde als Amtsträger.

fab. Zum achten und letzten Mal führte am Montagabend Oliver Ebert durch die Bezirksgemeinde. Die üppige Traktandenliste hatte ihm und seinen Ratskollegen noch einmal einen vollen Saal beschert. Gemeinsam mit Säckelmeister Peter Küng und Bezirksrat René Hunziker verlässt der Bezirksammann Ende Juni das Rathaus. Als Versammlungsleiter war Ebert an manchen Bezirksgemeinden nicht zu beneiden, ebensowenig sein protokollführender Landschreiber Marc Sinoli: War die Forderung eines Votanten auch ein Antrag? Und falls ja: Wie lautete er ganz genau und ist er überhaupt zulässig? Vergleichsweise einfach fiel es dem Bezirksammann am Montag um 22.00 Uhr, eine Forderung aus dem Publikum nach einer Versammlungspause abzuschmettern. Für Gelächter sorgte eine halbe Stunde später Säckelmeister Peter Küng, als er die Anwesenden mit einem launigen «Gute Nacht statt Guten Abend» begrüsste.

Nutzungsplanung und Schulhausprojekt umstritten
In der Tat wurde am Montagabend die Ausdauer der 289 versammelten Stimmbürger gehörig strapaziert. Angesichts der vielen und komplexen Traktanden sowie des Redebedarfs mancher Votanten zog sich die Bezirksgemeinde über fast drei Stunden, ehe die Durchhaltenden zum Apéro übergehen durften.
Im Rathaus hat sich einiges angestaut, weshalb der Bezirksrat nun aufs Gaspedal drückt und die Bürger gleich mit vier Abstimmungsvorlagen konfrontiert. Zu reden gaben an der Bezirksgemeinde allerdings nur die komplexeste und die teuerste, sprich: die Gesamtrevision der Nutzungsplanung und die Sanierung und Aufstockung der Schulanlage Ebnet. Zu beiden Vorlagen wurden Rückweisungsanträge gestellt. Erfolg war keinem beschieden.

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