Nach 30 Jahren soll Küssnachts Nutzungsplanung ein umfassendes Update erhalten. Nun ist die aufwändige, unter Bezirksrat Roman Schlömmers Ägide erarbeitete Gesamtrevision auf der Ziellinie. Küssnachts SP und Unabhängige wollen verhindern, dass sie am 14. Juni auch die letzte Hürde meistert.

fab. Dem Bezirk ein gemässigtes Wachstum ermöglichen, die Verdichtung des Siedlungsgebiets vorantreiben und Bauwilligen schlankere Planungsgrundlagen bescheren: Das sind die Eckpfeiler der Gesamtrevision der Nutzungsplanung, die Mitte Juni an die Urne kommt. Sechs Jahre benötigten Bezirksrat Roman Schlömmer und sein Begleitgremium, um die Interessen unterschiedlichster Anspruchsgruppen unter einen Hut zu bringen. Das sei gelungen und gelte es zu bedenken, wenn man sich mit der Vorlage auseinandersetze und nach Haaren in der Suppe suche, sagt Schlömmer.
Bei Küssnachts SP und Unabhängigen verfängt das nicht. Sie lassen kaum ein gutes Haar an der Vorlage. Sie sei einseitig zugunsten der Bauwirtschaft und Immobilienbesitzer ausgefallen und ignoriere die Interessen der vielen Mieter, die kaum mehr bezahlbaren Wohnraum fänden, kritisiert SP-Präsident Martin Raña. Er wirft dem Bezirksrat vor, seinen Spielraum nicht genutzt zu haben, um Investoren zum Bau preisgünstiger Wohnungen zu verpflichten. Stattdessen, so Raña, verschärfe die Gesamtrevision die angespannte Situation auf dem bereits hochpreisigen Wohnungsmarkt. Das seien bloss Mutmassungen und Angstmacherei, hielt Schlömmer entgegen, als die beiden auf Einladung des ‹FS› im Rathaus die Klingen kreuzten.

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