Der Küssnachter Kulturpreis würdigt herausragende kulturelle Leistungen im Bezirk. Am Donnerstag wurde er zum zehnten Mal im Rahmen des Kulturapéros vergeben. Berücksichtigt wurden Kulturschaffende aus sämtlichen Sparten von Kunst, Musik, Theater, Film, neuen Medien und Brauchtum. Rund 120 Gäste würdigten die Preisträger in den Kategorien Gruppierungen, Einzelperson und Nachwuchs.
mfo. Der Küssnachter Kulturpreis wurde am 3. September zum zehnten Mal vergeben. Den Rahmen dafür bildete der Kulturapéro, der sich zum zwanzigsten Mal jährte. Da der Preis nur alle zwei Jahre verliehen wird, war die Spannung gross, wer in den drei Kategorien Nachwuchs, Einzelperson und Gruppierungen das Rennen machen würde. Beim Nachwuchs fiel die Wahl sehr leicht, da nur eine Nominierung vorlag. Die junge Künstlerin deckt jedoch mit ihrem gestalterischen Talent eine beeindruckende Bandbreite von Fashion bis zu Fotografie ab. Gerade mal 19 Jahre alt ist Jewel Ulrich, aber sie weiss schon, was sie will: «Vom Preisgeld werde ich mir eine neue Nähmaschine gönnen.» Deutlich schwieriger fiel der Jury die Entscheidung in der Kategorie Gruppierungen. Der Jodlerklub ‹Echo vom Rigi›, der mittlerweile sogar in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, stand in Konkurrenz zum ‹männerxang küssnacht›, der letztes Jahr sein 175-jähriges Bestehen feierte. Die dritte Nominierung in dieser Kategorie war die Alte Fasnacht, die dann auch den Sieg davontrug. Wie Dani Windlin in seiner Laudatio hervorhob, ist der Elan und die Freude, mit denen die Schnitzelbänkler an der Fasnacht vollen Einsatz zeigen und so manchen bekannten Küssnachter auf die Schippe nehmen, bewundernswert. Und schliesslich ging zur grossen Freude aller Nominierten sowie mit aufrichtiger Bewunderung und Dankbarkeit der Jury und der Kulturkommission der Preis in der Kategorie Einzelperson an Katrin Odermatt. Ihr unermüdlicher Einsatz und ihr Beitrag zum kulturellen Leben in und um Küssnacht wurden damit ausgezeichnet. «Für mich ist das eine grosse Freude und Ehre», strahlte Odermatt. «Ein solcher Event ist so wichtig, um die Vielfalt der Kultur und der Kulturschaffenden sichtbar zu machen und zu würdigen.»
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