Eigentlich hatte der Bezirksrat nicht vor, in der Dorfhalde ein Parkhaus zu bauen. Da zwei Küssnachter aber genau das vorschlugen und ihre Idee in der Bevölkerung auf Anklang stiess, bringt er am 8. März einen Planungskredit zur Abstimmung. Feuer und Flamme dafür ist der zuständige Bezirksrat Roman Schlömmer jedoch nicht.
fab. Dienst nach Vorschrift: Diesen Eindruck hinterliess der Bezirksrat an der Bezirksgemeinde vom 9. Dezember, als er den zweiteiligen Planungskredit für die Umgestaltung des Küssnachter Seeplatzes und ein Parkhaus in der Dorfhalde präsentierte. Aus der nachfolgenden Diskussion, die sich ausschliesslich um das Parkhaus und insbesondere dessen Standort, Dimension und Preisschild drehte, hielt sich der Bezirksrat komplett heraus. Herzblut oder wenigstens etwas Engagement, das war zu spüren, steckte er nicht in die Abstimmungsvorlage.
«Der Bezirksrat hat immer kommuniziert, dass er eigentlich lieber zwei, drei kleine Parkhäuser in Küssnacht bauen möchte anstelle eines grossen», sagt der für das Geschäft verantwortliche Bezirksrat Roman Schlömmer. «Unser Konzept geriet aber ins Hintertreffen, als die Initianten des Parkhausprojekts Dorfhalde ihre gut vorbereitete Idee einbrachten.» Schlömmer sieht den Bezirk in der Rolle des Dienstleisters: Da der Vorschlag in der Bevölkerung auf viel Anklang gestossen sei, habe ihn der Bezirksrat aufgenommen und bitte nun die Bürger darum, die nötigen Finanzmittel für die Planung zu bewilligen. Am 8. März liege es an den Stimmbürgern, der Sache die gewünschte Richtung zu geben.
Schlömmer erwartet einen spannenden Abstimmungskampf. Die Umgestaltung des Seeplatzes, so sein Eindruck, sei völlig unbestritten. Auf das Parkhaus Dorfhalde und eine allfällige, kostengünstigere Alternative in der Räbmatt werde er hingegen oft angesprochen. «Der Bezirksrat kann am 8. März mit jedem Ausgang leben», betont Schlömmer. «Ein Nein wäre für uns kein ‹Weltuntergang›, wir könnten es akzeptieren.» Im Gespräch mit dem ‹FS› denkt Schlömmer bereits laut über einen Plan B nach: «Wir würden das Ziel nicht aus den Augen verlieren, den Seeplatz neu zu gestalten und die wegfallenden Parkplätze zu kompensieren. Da sind wir ziemlich schmerzlos unterwegs.»
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