Aufatmen bei Küssnachter Bezirks- und Weggiser sowie Grepper Primarschülern: Seit gestern Donnerstag müssen sie in der Schule keine Masken mehr tragen.

fab. Vor zwei Wochen verlängerte das Schwyzer Bildungsdepartement die Corona-Schutzkonzepte für die Schulen bis Ende Februar. Gleichzeitig hielt es fest, die Massnahmen würden schon früher angepasst, sollte es die epidemiologische Lage erlauben. Das ist nun passiert. Am Mittwochnachmittag verkündete das Departement, die Maskenpflicht per sofort aufzuheben. Diese mache aktuell keinen grossen Sinn mehr. Seit ihrer Einführung Mitte Dezember erhitzte die Maskenpflicht die Gemüter mancher Eltern und Politiker bis zum Siedepunkt. Zuletzt trafen sich unter anderem der Küssnachter SVP-Kantonsrat Samuel Lütolf und SVP-Nationalrat Marcel Dettling mit dem Schwyzer Bildungsdirektor Michael Stähli zu einer Aussprache. Am Montagabend demonstrierten offenbar rund 20 Eltern vor dessen Wohnhaus in Lachen. Die Geschwindigkeit, mit der die Maskenpflicht für die Schwyzer Volksschüler nun aufgehoben wurde, überrascht den Rektor der Küssnachter Bezirksschulen, Marc Dahinden. Sicherlich seien alle froh, wenn jetzt wieder ein Stück Normalität zurückkehre, sagt er. Gleichzeitig hat auch der Kanton Luzern die Maskenpflicht aufgehoben, dies allerdings nur an den Primarschulen.

Reihentests wurden optimiert
In beiden Kantonen wird an den für die Schüler freiwilligen Reihentests festgehalten. Das Schwyzer Bildungsdepartement spricht von einem «Frühwarnsystem» für die Schulen. Ob die Fortsetzung sinnvoll sei, könne und wolle er als Nicht-Mediziner nicht beurteilen, sagt Rektor Dahinden. Mittlerweile hat der Kanton Schwyz mittels Kurierdienst die Abläufe optimiert, so dass die Testergebnisse nun innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Das funktioniere bis anhin gut, sagt Dahinden.

Entlastung in den Spitälern
Derweil bleiben die Ansteckungszahlen im Kanton Schwyz unverändert hoch. Aktuell liegt der Sieben-Tage-Schnitt neuer Fälle bei rund 640, wo er seit mehreren Tagen stagniert. Der Bezirk Küssnacht verzeichnete am Donnerstag 124 Infizierte und lag damit, gemessen an der Bevölkerungsgrösse, leicht unter dem kantonalen Mittel. Innert Wochenfrist verstarben zwei Schwyzer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. Die Lage auf den Intensivstationen der Spitäler hat sich beruhigt. Seit mehreren Tagen liegt gemäss dem Koordinierten Sanitätsdienst noch ein Corona-Patient auf einer Schwyzer Intensivstation.

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