Die Familie Komlyk lebt bei der Familie Reichlin in Immensee. Nach rund einem Monat in der Schweiz haben die Ukrainer Yevhen und Svitlana Komlyk eine Arbeit gefunden. Ihre drei Kinder gehen mittlerweile alle im Bezirk zur Schule.

ml. Fragt man Yevhen Komlyk, was er sich in der Schweiz für seine Familie erhoffe, antwortet er: «Arbeiten zu können, die Schule zu besuchen und zu leben.» Es ist die Suche nach einem Alltag, dem die aus der Ukraine geflüchtete Familie in den vergangenen Wochen nähergekommen ist. Auf Vermittlung von Urs Reichlin hat Yevhen Komlyk bei der Baufirma Saredi Arbeit gefunden. Wenige Tage nach dem ersten Kontakt an der Gewerbeausstellung haben sich die beiden mit Sergio Minelli von der Saredi-Geschäftsleitung getroffen. Auch zwei andere Unternehmen haben laut Urs Reichlin kurz darauf Interesse bekundet. «Ich habe Yevhen als kommunikativen Menschen wahrgenommen und wollte ihm eine Chance geben», sagt Sergio Minelli.

Investition in die Zukunft
Yevhen Komlyk ist bereits der zweite Ukrainer, den die Saredi AG eingestellt hat. Dahinter steckt für Sergio Minelli durchaus ein sozialer Gedanke. «Wir sehen das aber auch als Investition in die Zukunft, Fachkräfte sind schliesslich gesucht», betont Minelli. Nicht nur Yevhen Komlyk hat eine Arbeit gefunden, sondern auch seine Frau Svitlana. Seit letzten Donnerstag arbeitet sie im Hotel Friedheim in Weggis. Wie sie den Arbeitsstart erlebte und wie es den Söhnen beim Schulstart erging, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.