39 Prozent Zölle auf Schweizer Exporte in die USA: Für viele exportorientierte Unternehmen war deren Inkrafttreten vor einer Woche ein Schock. Auch hiesige Firmen trifft es direkt. Sie suchen nun nach pragmatischen Lösungen.
fab. Es habe sich wie ein Schlag ins Gesicht angefühlt, als er vom Inkrafttreten des 39-prozentigen US-Zolls auf Schweizer Produkte erfahren habe, sagt Adrian Steiner. Dass exportorientierte Schweizer Unternehmen wie seine Thermoplan AG nun europaweit die schlechtesten Rahmenbedingungen hätten, könne er nicht verstehen. «Es ist ein bitteres Gefühl, selbst nichts falsch gemacht zu haben und dennoch extreme Rahmenbedingungen akzeptieren zu müssen.»
Ähnlich ergeht es derzeit Ludwig Durrer, dem Verwaltungsratspräsidenten der Durrer Spezialmaschinen AG. Die hohen US-Zölle, der Preisvorteil für Bewerber aus dem EU-Raum und dazu der starke Schweizer Franken: «Es ist relativ schwierig.» Auch seine US-Kunden verstünden Trumps Zollpolitik nicht und reagierten nervös, erzählt er.
Im Einzugsgebiet des ‹FS› dürften die beiden Firmen am stärksten direkt von den US-Zöllen betroffen sein. Sowohl Thermoplan als auch Durrer erwirtschaften rund ein Drittel ihres Umsatzes auf der anderen Seite des grossen Teichs. Während Thermoplan-CEO Steiner bereits laut über eine Teilverlegung der Produktion nach Deutschland nachdenkt, will Durrer nicht am Standort Immensee rütteln.
Wie Durrer, Steiner und weitere hiesige Unternehmer mit der neuen Ausgangslage umgehen, erfahren Sie in unserer Donnerstagsausgabe.
