Heumahd und Rehbabys, dieses allfrühsommerliche Zusammentreffen verträgt sich nicht. Nun setzen Küssnachter Jäger und Landwirte verstärkt auf Drohnen, um Rehkitze rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

fab. Diesmal stehen sie nicht mit Feldstecher, Hund und Gewehr im hohen Gras, sondern mit Drohne, Displays und Harasse. Es ist 5.30 Uhr, als die beiden Jäger Stefan Flury und Hans Pfrunder sowie ihr Helfer Jürg Unger zusammen auf einen Hügel beim Ellbögli stapfen. Irgendwo geht, verdeckt von den letzten Regenwolken, die Sonne auf. Letzte Tropfen fallen auf die saftige Wiese, die bald gemäht werden soll. Noch ist es angenehm kühl – und das ist wichtig. Nun kommt nämlich eine Wärmebildkamera zum Einsatz. 70 Meter über dem Boden schwebend, soll sie Hinweise darauf liefern, wo sich allenfalls ein Rehkitz im hohen Gras versteckt. Viel Zeit bleibt dem Trio nicht mehr, denn sobald das Feld von der Sonne beschienen wird, verliert die Suchmethode an Verlässlichkeit. «Wir können dann einfach nicht mehr sicher sein, dass hier wirklich kein Rehkitz im hohen Gras liegt, weil wir mit der Wärmebildkamera viel weniger sehen», erklärt Drohnenpilot Stefan Flury.

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