Vor einem Jahr versuchte der Bezirksrat, sein Mitglied René Hunziker temporär von seinem Amt zu suspendieren – und scheiterte am Veto des Regierungsrats. Gleichzeitig zeigte der Bezirksrat Hunziker wegen einer mutmasslichen Amtsgeheimnisverletzung an. Nun ist klar weshalb.
fab. Dass es um die Zusammenarbeit und das Vertrauensverhältnis zwischen Bezirksrat René Hunziker und dem Rest des Gremiums sowie Teilen der Verwaltung nicht zum Besten bestellt ist, pfiffen in Küssnacht längst die Spatzen von den Dächern. Die Heftigkeit, mit welcher der Konflikt vor einem Jahr eskalierte und in Beschwerden zuhanden des Regierungsrats und einer Strafanzeige an die Adresse Hunzikers mündete, überraschte dann aber doch. Der Versuch seiner Ratskollegen, ihn für mindestens sechs Monate aus seinem Amt zu entfernen, scheiterte kläglich. Kaum suspendiert, wies der Regierungsrat Hunziker den Weg zurück ins Rathaus. Abschliessend entschied der Regierungsrat vergangenen Herbst über zwei Beschwerden in diesem Zusammenhang. Er kam zum Schluss, dass all das, was der Bezirksrat Hunziker anlastete, zu wenig war, um ihm die Rathaustür zu verschliessen – auch wenn die geschilderten Sachverhalte nicht zu verharmlosen seien.
Nach einer Intervention des ‹FS› und des ‹Bote der Urschweiz› ist der Regierungsratsentscheid nun nicht mehr unter Verschluss. Der Rest der Verfahrensakten bleibt indes für Dritte unzugänglich. Klar ist nun immerhin, was das nach wie vor laufende Strafverfahren gegen René Hunziker – es gilt die Unschuldsvermutung – auslöste: ein E-Mail an Aussenstehende, in dem der Angeschuldigte Interna aus einer Bezirksratssitzung im Zusammenhang mit der Standortsuche für die Viehausstellung ausplauderte.
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