Wo ist die schöne, weisse Gans? Diese Frage brannte vielen Küssnachtern auf der Seele. Der ‹FS› sah sich verpflichtet, ihrem vermeintlichen Verschwinden auf den Grund zu gehen – und wurde fündig.

mn/fab. Sie gehört zu Küssnacht wie die Hohle Gasse oder das Klausjagen: die weisse Gans. Oft trifft man sie auf dem Seeplatz oder am Quai, manchmal auch am Seemattzopfweg. Viele Küssnachter haben das Tier längst ins Herz geschlossen – spätestens seit es den Schwänen Bruthilfe leistete. Doch was seinen Namen betrifft, herrscht Uneinigkeit. So wird die Gans liebevoll entweder Lisa, Oski oder Geraldine genannt – um nur einige Namen aufzuführen. Hier soll sie nun der Einfachheit halber Hans genannt werden. Hans die Gans. Vielleicht kommt Hans die Gans ursprünglich aus Stans. So genau weiss man das nicht.
In letzter Zeit machte sich Hans etwas rar, weshalb in einer Küssnachter Facebook-Gruppe Besorgnis um sich Griff. Ein besorgter User fragte in die Runde: «Weiss jemand von euch was mit der Gans geschehen ist, die immer beim Seeplatz war? Ich habe die seit über zwei Wochen nicht mehr gesehen.» Darauf entbrannte ein regelrechtes Kommentarfeuerwerk. Manche vermissten die gute Gans ebenfalls, andere glaubten, sie erst kürzlich gesehen zu haben. Einige vermuteten, dass sie im Urlaub ist, ein User tippte auf quarantänebedingte Abwesenheit. Denkbar wäre auch, dass sie vom Fuchs gestohlen oder von Surseern (Gansabhauet!) entführt wurde. Angesichts der eifrigen Diskussionen und abenteuerlichen Spekulationen war für den ‹FS›-Investigativ-Desk klar: Hier bestand grosser Bedarf nach einem seriösen Faktencheck, ehe sich womöglich ‹Aktenzeichen XY ungelöst› der Sache annehmen würde.
Die ‹FS›-Journalisten taten, was Journalisten eigentlich immer tun sollten: Sie gingen raus und schauten sich das Ganze vor Ort an. Zwei Rechercheure des Investigativ-Desks endeckten schliesslich ein weisses, quakendes Etwas neben dem Seehof. Tatsächlich: Es war Hans die Gans! Die grundsätzliche Frage wäre somit geklärt: Die Gans ist gefunden und erfreut sich bester Gesundheit. Das zweite Problem muss nun aber ihre Anhängerschaft lösen: sich endlich auf EINEN Namen für das Tier einigen.