Nach der miserablen Ausbeute im letzten Jahr hoffen die Küssnachter Bauern auf eine gute Kirschensaison. Sind bisher vor allem vereinzelte frühe Sorten erhältlich, geht es ab nächster Woche so richtig los.

ml. Wenn Ueli Werder vom Hof Rigiacher an die letztjährige Kirschenernte zurückdenkt, fällt die Bilanz kurz und bündig aus: «Wegen des Frostes in der Blütezeit gab es keinen einzigen vollen Korb Chriesi auf unserem Hof.» In diesem Jahr sieht die Situation anders aus. Zwar ist die Ernte noch nicht eingefahren, bis dahin seien Prognosen im Geschäft mit der Natur ein Wagnis. Aber Werder betreibt auf dem Hof zusammen mit Frau Cornelia und den Eltern Bruno und Ruth eine Intensivobstanlage mit Niederstammbäumen. Das heisst: Die Kirschbäume sind von einem schwarzen Netz umgeben und durch ein Plastikdach geschützt. Deshalb seien die rotschwarzen Früchte vor Schäden durch Regen, Hagel, Kirschessigfliege oder Dachse weitestgehend gefeit.
Gleich neben Werders Hof befindet sich auf der Stadelmatt jener von Pirmin Gisler. Hier hängen die Kirschen nicht an kleinen Bäumen und abgeschirmt von Netzen, sondern an freistehenden Hochstammbäumen. Deshalb spielen Hagel, Regen und Kirschessigfliege eine beträchtlich entscheidendere Rolle. «Als es vor einigen Tagen leicht hagelte, warteten wir gebannt unter dem Unterstand, ob es zu Schäden kam», so Gisler.

Wie die Landwirte die diesjährige Kirschernte einschätzen, lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.