Die Kämpfe in der Ukraine gehen unvermindert weiter. Abertausende sind auf der Flucht, hauptsächlich gen Westen. Einen Tag vor Kriegsbeginn war die Weggiserin Anastasja Koller dort, heute ist Helfer Ruedi Baumann vor Ort.

ml/red. Einen Tag bevor Russland mit der Bombardierung ukrainischer Städte begann, war die Weggiserin Anastasja Koller noch zu Besuch bei ihren Verwandten in Uschgorod. Die Stadt an der slowakischen Grenze blieb bisher von Kampfhandlungen verschont und hat in den vergangenen Tagen zehntausende Flüchtlinge aufgenommen. «Auch mein Coucousin Andrew hat eine geflüchtete Familie aus Kiew bei sich in der Wohnung aufgenommen», erzählt Koller. Die Bewohner von Uschgorod spürten die Auswirkungen des Kriegs aktuell hauptsächlich auf finanzieller Ebene. Trotzdem unternähmen sie alles, um den geflüchteten Landsleuten zu helfen.
Auch der Immenseer Ruedi Baumann will helfen – und zwar vor Ort. Nachdem er in der Schweiz zu einer Sach- und Geldspendenaktion aufgerufen hatte, setzte er sich selber in den Van und fuhr gemeinsam mit einem Freund nach Polen. Am Mittwoch kamen sie dort an und haben nun bereits Flüchtende zu unterschiedlichen Zielen transportiert. Heute fährt ein weiteres Helferpaar nach Krakau zu Baumann. Sie nehmen die restlichen Spenden mit und sind für die spätere Rückfahrt in die Schweiz noch auf mehrere Kindersitze angewiesen. Ziel der Aktion ist nämlich, Ukrainer, die Verwandte in der Schweiz haben, auf der Heimfahrt mitzunehmen.

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