Fünf Wochen lang reisen Bligg und Marc Sway unter dem Namen ‹Blay› mit dem Wohnmobil durch die Schweiz. Am Dienstag besuchten sie Küssnacht – und wurden von vielen Gästen erwartet.

mn. Seit rund drei Wochen fahren die beiden Musiker Marc Sway und Bligg mit einem Wohnmobil aus dem Jahr 1993 kreuz und quer durch die Schweiz. Ihr Ziel: Das Land erkunden und mit den Leuten aus den verschiedensten Kantonen ins Gespräch kommen. Am Dienstag machten Blay, so nennt sich das Musikerduo, unter anderem Halt in Küssnacht.
Wegen der Corona-Pandemie standen Bligg und Sway seit über einem Jahr nicht mehr auf der Bühne. Die Tour mit dem Camper durch die Schweiz sei ein langsamer Weg zurück zur Normalität. Bligg: «Ich erlebe die Begegnungen mit der Bevölkerung als sehr herzlich, obwohl die Pandemie noch nicht überwunden ist. Wir wollten unser Budget statt für einen teuren Videoclip in einen Camper investieren und damit unsere Fans und die Schweizer Bevölkerung besuchen.» Und Sway ergänzt: «Die Leute haben sich auf unserer Webseite beworben, um uns ihre Stadt, ihr Dorf oder ihre Traditionen und Hobbys zu zeigen. Das Ganze ist sehr interaktiv und spontan.»

Enttäuschte Besucher
Nachdem sie den Camper gekauft hatten, machten Bligg und Sway zunächst eine mehrtägige Probefahrt und drehten den Videoclip für die Single ‹Wiederseh›. «Anschliessend erhielten wir sehr viele Rückmeldungen von Leuten, die wollten, dass wir sie besuchen. Das hat uns angespornt, im Mai eine Wiederseh-Tour durch die Schweiz zu machen», erklärt Bligg. So führte sie ihr Weg diese Woche in die Küssnachter Badi Seeburg.
Die Tische und Stühle sind – im Rahmen des Erlaubten – an diesem Dienstag bis auf den letzten Platz besetzt. Die meisten Leute sind wegen Blay hier, die Kinder warten gespannt vor dem Eingang. Endlich, fast eine Stunde später als angekündigt, betreten Bligg und Marc Sway die Terrasse. Die Erwartungen einiger Besucher waren aber wohl etwas zu hoch, denn Blay spielen kein Konzert und geben auch keinen ihrer Songs ‹unplugged› zum Besten. Sway bestätigte zuvor im Wohnwagen: «Häufig trinken wir vor Ort ein Feierabendbier und lassen den Abend so ausklingen. Je nach Situation spielen wir manchmal noch ein, zwei Songs – aber wir planen das nicht ein.» So genossen die beiden Musiker in Küssnacht einfach nur ihr Feierabendbier.

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