Ab Juli kommt es im Raum Küssnacht zu einer Anpassung des medizinischen Angebotes. Bezirksarzt Thomas Schade betont den vorherrschenden Ärztemangel und dass es für den Wegfall der ‹Mobilen Ärzte› keinen adäquaten Ersatz gibt.

ml. Laut Thomas Schade ist die Auslastung der Ärzte im Bezirk und den Seegemeinden bereits aktuell nahezu ausgeschöpft. «Vor Kurzem hat ein Arzt das Dorf verlassen und in Weggis ist eine Ärztin für längere Zeit krankgeschrieben. Deshalb gibt es im Raum Küssnacht und den Luzerner Seegemeinden in Stellenprozenten gesprochen aktuell 8,3 Hausärzte», so der Bezirksarzt von Küssnacht. Die einzelnen Ärzte würden zu viele Patienten betreuen. Und nun hat aufgrund der Anpassung eines Bundesgesetzes ab Juli auch der Anbieter ‹Mobile Ärzte› in Küssnacht keine Zukunft mehr. 
Die Küssnachter Ärzteschaft ist laut Schade nicht in der Lage, den Wegfall der ‹Mobilen Ärzte› aufzufangen. Unverändert nimmt in der Nacht weiterhin das Spital Schwyz Anrufe auf die Notfallnummer entgegen. Unter der Woche zwischen 18.00 Uhr und 22.00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen werden Anrufe auf die Küssnachter Notfallnummer – nicht zu verwechseln mit der Notfallnummer 144 – an das medizinische Center ‹Permanence› im Bahnhof Luzern weitergeleitet. Notwendige ambulante Behandlungen erfolgen dann nicht in Küssnacht, sondern in Luzern. «Wir hätten uns durchaus eine innerkantonale Lösung gewünscht, haben aber von den hiesigen Spitälern keine Zusage bekommen, sodass die Zusammenarbeit mit ‹Permanence› die beste Option ist», sagt Schade im Namen der Küssnachter Ärzteschaft.

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