Seit heute werden Küssnachter Bezirksschüler nicht mehr wöchentlich auf Covid-19 getestet. Grund dafür ist, dass die Analyse der folgenden Einzeltests nach wie vor zu viel Zeit beanspruchte.

fab. Für viele Bezirksschüler wurde es zu einem Ritual: Jeden Montag spuckten sie in ein Röhrchen, um sich auf Corona testen zu lassen – und das seit Juni 2021. Jeweils zehn Proben wurden danach vermischt, in ein Labor geschickt und von diesem analysiert. Fiel ein solcher Pool positiv aus, mussten sich die betroffenen Schüler einzeln testen lassen.
Spätestens mit der Verbreitung der Omikron-Variante funktionierte diese Testerei mehr schlecht als recht, denn es dauerte oft bis Ende Woche, ehe die Resultate der Einzeltests vorlagen. Als der Bundesrat vor einem Monat die Dauer der Isolation auf fünf Tage verkürzte, schwand die Sinnhaftigkeit der Massentests weiter. Vor zwei Wochen kündigte das Schwyzer Bildungsdepartement deshalb an, die Abläufe zu optimieren. Neu sammelte ein Kurierdienst die Proben an den Schulen ein und transportierte sie umgehend in die Labors. Das klappte offenbar gut, nur harzte es weiterhin in den Labors: An vielen Schulen, so auch an den Küssnachter Bezirksschulen, trafen die Ergebnisse der folgenden Einzeltests zu spät oder gar nicht ein.

Sofortige Einstellung
Das Bildungsdepartement zog deshalb am letzten Donnerstag die Reissleine. Seit heute Montag sind die Schwyzer Volksschulen nicht mehr verpflichtet, das repetitive Testen anzubieten. Die Bezirksschulen Küssnacht reagierten umgehend: Noch letzten Donnerstagabend informierte Rektor Marc Dahinden die Eltern darüber, dass sie ab sofort auf die Reihentests verzichten, die wöchentlichen Spucktests also nicht mehr anbieten.
Dem Bildungsdepartement zufolge gibt es nach wie vor Schulen, bei denen sich die Abläufe bewährt haben und die deshalb am repetitiven Testen festhalten. Das könnten sie noch bis Ende März tun, heisst es aus Schwyz. Danach dürften die Reihentests an Schwyzer Schulen definitiv der Vergangenheit angehören.