Hochdeutsch und Schweizerdeutsch sind zwei paar Schuhe. Diese Erfahrung musste schon manch ein Fremdsprachiger machen. Mélanie Nansoz sorgt mit ihrem Mundartkurs dafür, dass aus Ernüchterung Begeisterung wird.
fab. Intensiv eine Hochsprache lernen, aber vom Alltagsdialekt doch nichts verstehen: Diesen Frust kennt Mélanie Nansoz aus eigener Erfahrung. Drei Jahre lebte die Küssnachterin mit ihrer Familie auf den Philippinen. Ihre Integration ins dortige Dorfleben glückte erst, als sie sich um ein paar Brocken des lokalen Dialekts bemühten und darauf aufbauten. Zurück in der Schweiz träumte Erwachsenenbildnerin Nansoz davon, hier alltagsnahes Schweizerdeutsch zu unterrichten. Seit fünf Jahren ist dies nun der Fall.
Nansoz’ Lernende stammen aus allen Herren Ländern und haben sich langfristig im Bezirk niedergelassen. So etwa Martin Basista, der mit seiner Familie in Immensee lebt. Im Berufsalltag des slowakischen IT-Experten dominieren Englisch und Deutsch, doch angesichts der bevorstehenden Einschulung seiner Tochter realisierte er: Wollen er und seine Familie hier wirklich heimisch werden, führt nichts um Schweizerdeutsch herum. Seit August 2024 nimmt Martin Basista bei Mélanie Nansoz Unterricht und freut sich über erste Erfolge: Spreche er Schweizerdeutsch, öffneten sich ihm plötzlich viele Türen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe.
