Wer auf der Seebodenalp parkieren will, braucht ausreichend Münz. Die Korporation Berg und Seeboden möchte bargeldloses Bezahlen ermöglichen – doch dafür braucht es besseren Mobilfunkempfang.

fab. Manch einem dürfte dies bekannt vorkommen: Man steigt auf der Seebodenalp aus dem Auto und just am Parkautomat gähnt einem aus dem Portemonnaie ein halbleeres Münzfach entgegen. Weder helfen nun ParkingApps, Twint oder Kreditkarten weiter, noch findet sich irgendwo ein Münzwechsler. «Tschuldigung, können Sie Münz wechseln?» gehört daher auf dem Seebodenalp-Parkplatz längst zum Standardvokabular.

Gesuch zuhanden der Swisscom
Dass man seine Parkgebühr auf der Seebodenalp noch nicht bargeldlos entrichten kann, liegt nicht an der Korporation Berg und Seeboden, die den Parkplatz bewirtschaftet. Der Grund dafür sei vielmehr, dass man auf dem Parkplatz kaum Mobilfunkempfang habe, erklärt Korporationspräsident Josef Werder. Die Sendeantenne auf der Rigi sei zwar nahe, strahle aber über den Parkplatz hinweg. Das will die Korporation nun ändern. Seit gut zwei Wochen liegt neben dem Parkautomat ein Unterschriftbogen auf, den sie nun auch auf ihre Webseite gestellt hat. Zusammen mit einem formalen Gesuch sollen die Unterschriften Anfang Dezember bei der Swisscom eingereicht werden. Man wolle damit erreichen, dass die Swisscom den Richtstrahl ihrer Antenne anders ausrichte, sagt Werder. Die Unterschriften sollen das Bedürfnis untermauern.
«Unser Ziel ist nicht, dass die Swiss-com auf der Seebodenalp eine neue Antenne aufstellt», betont Werder. «Ebensowenig wollen wir auf der ganzen Seebodenalp WLAN oder perfekten Mobilfunkempfang. «Wir möchten einfach, dass man um die WC-Anlage herum mit einer App die Parkgebühren bezahlen respektive unsererseits kontrollieren kann.» Abgesehen davon wäre besserer Mobilfunkempfang auch bei medizinischen Notfällen praktisch, findet Werder.