Am Dienstag stellte der Bezirksrat die Traktanden der kommenden Bezirksgemeinde vor. Unter anderem will er der örtlichen Wohnbaugenossenschaft ein Baurecht für die Untere Schürmatt gewähren.

fab. Wohnen soll sich in der Unteren Schürmatt lohnen. Wo heute eine saftige Wiese die Tunneleinfahrt umrahmt, will die Wohnbaugenossenschaft Küssnacht (WBGK) etappenweise gegen 140 zentrumsnahe, gut erreichbare Wohnungen im preisgünstigen Segment bauen. Aktuell hält die WBGK 24 Wohnungen in der Immenseer Hausmatt und 18 in der Küssnachter Chaspersmatte in ihrem Portfolio. Dabei handelt es sich grösstenteils um 4½-Zimmer-Wohnungen. «Der Wohnungsmix ist nicht optimal», sagt Markus Sidler, der im WBGK-Vorstand mit der Administration betraut ist. Als Mitglied der Kommission für Altersfragen kennt er insbesondere die Bedürfnisse älterer Einwohner bestens. Viele von ihnen möchten in kleinere Wohnungen umziehen, müssten dafür aber mehr bezahlen, sofern sie überhaupt etwas Geeignetes finden. «In Küssnacht gibt es praktisch keine preisgünstigen Mietwohnungen auf dem Markt», konstatiert Sidler. «Wir streben deshalb in der Unteren Schürmatt einen Wohnungsmix für alle Altersgruppen an, die im Bezirk zu Hause sind, hier arbeiten oder einen anderen Bezug dazu haben.» Sidler unterstreicht: «Unser Projekt ist eine Chance für den ganzen Bezirk.» Unter diesem Motto steht denn auch die Webseite, welche die WBGK aufgeschaltet hat (www.untere-schuermatt.ch).
Die WBGK verfügt in der Schürmatt nicht über eigenes Bauland. Es gehört seit 2011 dem Bezirk. Er erstand es damals unter der Vorgabe, dort preisgünstigen Wohnraum zu schaffen oder erstellen zu lassen. Nun will der Bezirksrat das Versprechen einlösen und der WBGK ein Baurecht für die gesamte Bauparzelle 4122 gewähren. Im Gegenzug profitiert er nicht nur von einem ansehnlichen Baurechtszins, sondern auch von Wohnraum, den er für eigene Bedürfnisse, etwa die Unterbringung von armutsbetroffenen Küssnachtern, nutzen kann. Das letzte Wort zum Baurecht haben am 9. Juni die Stimmbürger. Bereits am 15. April steht das Geschäft an der Bezirksgemeinde zur Diskussion – neben vier anderen Sachgeschäften und der Jahresrechnung 2023.

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