Der Bezirk darf im Luterbach keine neue Asylunterkunft für 7,3 Mio. Franken bauen. Das haben die Küssnachter Stimmbürger beschlossen. Auch vom Bau eines Hallenbads wollen sie mehrheitlich nichts wissen.
fab. Die SVP jubelt – und der Bezirksrat muss über die Bücher. Das Küssnachter Stimmvolk untersagt ihm, die Wohncontainersiedlung im Luterbach durch einen Massivbau zu ersetzen. 55,4 Prozent der Stimmberechtigten sagten Nein dazu und folgten damit der SVP, die das Projekt vehement bekämpft hatte. Noch vor zwei Jahren fand der Planungskredit für den Ersatzbau eine knappe Mehrheit.
Gleichzeitig sprachen sich die Stimmbürger auch gegen die Hallenbadinitiative der SP und Unabhängigen aus – und zwar deutlich: 57,9 Prozent sagten Nein dazu. Hierbei handelte es sich nicht um eine Abstimmung über ein konkretes Projekt, sondern über eine Grundsatzfrage. Gänzlich gestorben ist ein Küssnachter Hallenbad damit allerdings nicht. Der Bezirksrat will ihm Rahmen der Planung eines umfassenden Sport-, Freizeit- und Kulturzentrums im Ebnet prüfen, ob allenfalls auch ein kleines Hallenbad integriert werden kann.
Reaktionen zu den beiden Abstimmungen finden Sie in unserer Dienstagsausgabe.
